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Mehr Sichtbarkeit und Unterstützung für Regenbogenfamilien

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Lesben NRW plant breite Fachbroschüre zur Lebensrealität in Regenbogenfamilien und sucht noch teilnehmende Familien aus NRW

Dank vieler Gesetzesänderungen haben Regenbogenfamilien zunehmend rechtliche und gesellschaftliche Anerkennung erfahren.

Ein bedeutender Schritt war die „Ehe für alle“, die gleichgeschlechtlichen Paaren (fast) alle Rechte einräumt, die heterosexuelle Paare besitzen. In der Realität jedoch sind Regenbogenfamilien vielen zusätzlichen Herausforderungen ausgesetzt, die sich aus der besonderen Familienstruktur ergeben.

Die LAG Lesben in NRW engagiert sich bereits besonders für Regenbogenfamilien. Noch in diesem Jahr geht die LAG unter der neuen Geschäftsführerin Jessica Friedsam auf diesem Weg weiter. „Wir möchten mit einer Empowerment-Broschüre einen emotionalen und neuen Zugang zum Thema Regenbogenfamilien schaffen“, sagt der Projektleiter Hasan Turhan. „Mit biografischen Geschichten und starken Bildern“, erklärt der Erziehungswissenschaftler das Konzept. Grundsätzlich leisten Familien mit Bildung, Erziehung, Pflege und Fürsorge einen großen Beitrag für unsere Gesellschaft. Regenbogenfamilien stehen allerdings unter zusätzlichem Druck: etwa das permanente Rechtfertigen des eigenen Kinderwunsches im sozialen Umfeld und in der eigenen Herkunftsfamilie.

Die Umwege bei der doppelten rechtlichen Absicherung leiblicher Kinder durch Stiefkindadoption. Das Bemühen die Kinder stark zu machen gegenüber möglichen Diskriminierungen. Das tagtägliche Coming-out gepaart mit dem allgegenwärtigen Bewährungsdruck, sich als (mindestens) gleichwertige Familie beweisen zu müssen. Trotz der insgesamt positiven gesellschaftlichen Entwicklung besteht weiter dringender Handlungsbedarf. Beispielsweise ein auf Regenbogenfamilien zugeschnittener Umgang in Kindertageseinrichtungen und noch immer dringende Aufklärungsarbeit in der Gesamtgesellschaft. Genau deshalb möchte die LAG Lesben das Projekt „Regenbogenfamilien – Vielfalt der Lebensentwürfe“ mit der jungen und engagierten Projektleitung Hasan Turhan fortführen.

In Städten aber auch in den ländlichen Räumen unseres Bundeslandes sollen so Regenbogenfamilien sichtbarer werden. Die neue Broschüre soll als Info- und Weiterbildungsmaterial in Beratungs-, Bildungs- und Erziehungseinrichtungen ausliegen und insbesondere auch Fachkräfte sensibilisieren sowie auf Weiterbildungsangebote hinweisen.

Hasan Turhan, Projektleitung und Koordination bei der LAG Lesben in NRW e.V. für das Projekt „Regenbogenfamilien – Vielfalt der Lebensentwürfe“.

Hasan Turhan (28) ist seit dem 15. 08.2019 neue Projektleitung und Koordination bei der LAG Lesben in NRW e.V. für das Projekt „Regenbogenfamilien – Vielfalt der Lebensentwürfe“. Nach dem Studium der Erziehungswissenschaften B.A., wird die Projektleitung nun durch seine Themenschwerpunkte in Gender Studies und Bildung für nachhaltige Entwicklung im besonderen Maß gestaltet und weiterentwickelt. „Die Broschüre soll Ende des Jahres fertig sein. Für die Zukunft möchten wir gemeinsam mit verschiedenen Trägern, Fachkräften und Organisationen das Konzept ständig weiterentwickeln. Für uns bleibt das Thema im Fokus“, bekräftigt Hasan Turhan.

Zur Verwirklichung des Vorhabens sucht Hasan noch Regenbogenfamilien mit Kindern aus NRW. Geplant ist jeweils ein Interview mit Fotoshooting. Kontakt über

regenbogenfamilien@lesbennrw. de oder unter: +49 178 2783713

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