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Hilfe in der Queerantäne

Welche Hilfsangebote bietet die LGBTI-Community während der Pandemie-Krise? Wer bittet um Unterstützung in schwierigen Zeiten? Eine Übersicht.

Der Zusammenhalt der LGBTI-Community ist wichtiger denn je. Spendenaufrufe, Nachbarschaftshilfen, virtuelle Jugendgruppen, Kultur- und Fitness-Streams, Beratungsangebote: die Community reagiert auf die Corona-Krise mit einigen speziellen Angeboten – und bedürftigen Appellen. Wir bieten auf dieser Seite einen Überblick.

Bundesweit

Die Deutsche Aids-Hilfe bietet weiterhin ihren Gay Health Chat an. Auch bietet sie eine Übersichtsseite zum Thema Corona. Die Kampagne “Ich weiß was was ich tu” sammelt unter dem Hashtag #WirFürQueer auf seiner Webseite und aktuell bei Facebook und Instagram Hilfs- und Soliaktionen.

Der LSVD hat eine umfangreiche Übersichtsseite zusammengestellt, von allgemeinen Informations- und Hilfsangeboten zu speziellen für Teile der Community wie Jugendliche, Ältere, Regenbogenfamilien oder Refugees. Auch Hinweise zur Rechtslage etwa bei Blutspenden oder Lesetipps runden das Angebot ab.

Der Bundesverband Trans* bietet auf seiner Übersichtsseite spezielle Hinweise sowie Infos zu den Beratungsnetzwerken im ganzen Land. Für Jugendliche gibt es weiterhin das In&Out-Beratungsangebot des Jugendnetzwerks Lambda. Das Projekt Queer Refugees kann via Webseite samt Beratungs- und Kontaktangebot weiter in Anspruch genommen werden und listet Anlaufstellen im ganzen Land.

Weitere Hotlines und Angebote auch allgemeinerer Art oder zu weiteren Themen bieten der LSVD und CSD Deutschland.

Das bundesweit relevante Tagungshaus Akademie Waldschlösschen hat einen dringenden Spendenaufruf gestartet.

Baden-Württemberg

Die Rosa Hilfe Freiburg organisiert eine Nachbarschaftshilfe. Der Verein bietet zudem weiter Beratung per Telefon und Email an, die Jugendgruppe trifft sich virtuell.

PLUS in Mannheim, die Psychologische Lesben- und Schwulenberatung Rhein-Neckar, bietet Beratung derzeit in telefonischer oder elektronischer Form an (Infos).

Der queere Sportverein Abseitz Stuttgart bietet Online-Trainings an. Die Bar Einraum 2.0 bittet um Spenden: “Der Einraum 2.0 ist seit vielen Jahren eine Bar für jung und Alt, für ein absolut bunt gemischtes Publikum von schwul über lesbisch, tranz oder bi als auch Hetero ist alles vertreten”, schreibt Betreiberin Jenny an queer.de. “Ich arbeite schon etwa über 8 Jahre dort und habe das Lokal zum 01.02.20 übernommen. Viel Herzblut und Ersparnisse rein gesteckt und dann kam Corona.. für weiter kämpfen zu können habe ich eine Crowdfunding Aktion gestartet und ein paar Spenden einnehmen zu können für eins der letzten Szene Lokale (im Saarland) durch die Krise führen zu können.”

Bayern

Das Sub in München bietet Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr unter 089/8563464-24 weiterhin eine Beratung an, als Video-Call ist sie nach Vereinbarung unter Beratung@subonline.org möglich. Auch das Jugendzentrum diversity bietet weiter Beratung online und per Telefon. Entsprechende Beratungsangebote gibt es auch von der Trans*Inter*Beratungsstelle.

Auch das Fliederlich in Nürnberg bietet derzeit nur Beratungsangebote per Email oder Telefon zu Geschäftszeiten. Zusammen mit dem Zentrum haben Zoey Rachel Pride und Gina GenderGaga eine virtuelle Fotoaktion gestartet: Queer in Quarantäne.

Berlin

Das Karada House bietet Nachbarschaftshilfe für “queere Menschen, Frauen* und anderweitig marginalisierte Menschen” an (Einkauf, Mahlzeiten, Gespräche) und sucht ehrenamtlich Helfende: alle Infos. Die Organisatoren haben auch einen Notfall-Fonds aufgelegt und bitten um Spenden. Nachbarschaftshilfe gibt es auch von Rad und Tat e.V. – Offene Initiative Lesbischer Frauen. Gladt e.V. bietet zudem Unterstützung für “Schwarze, indigene und of Color queere Menschen” (Infos bei Facebook).

Spendenaufrufe: Aufgrund der wochenlangen Schließung stehen viele Einrichtungen der Szene vor finanziellen Engpässen. Das Schwuz bittet bei startnext um Spenden – und bietet diverse Gegenleistungen. Um Spenden bitten u.a. auch das Rauschgold, SO 36 und Böse Buben e.V.. Weitere Spendenaufrufe listet die Siegessäule.

Der Checkpoint Berlin ist weiterhin für Beratung und Tests zu sexueller Gesundheit geöffnet, bittet aber um telefonische Rücksprache (Webseite). Das Mann-O-Meter bietet weiter telefonische und Online-Beratung, sein Überfalltelefon und Tests auf HIV und sexuelle Krankheiten samt PrEP-Check (Webseite). Die Schwulenberatung berät ebenfalls weiter, hat aber ihre Gruppen- und Gesprächsangebote eingeschränkt (Webseite). Die Mitarbeitenden des LSVD Berlin-Brandenburg beraten in ihren jeweiligen Gebieten weiter und bitten um Kontakt per Email. Auch zunächst per Email gibt es Beratungsangebote von TransInterQueer e.V..

Die AHA bietet ihre Caféabende montags, donnerstags und sonntags virtuell über die Plattform zoom.us an. Mehr Infos.

Der Verein pro plus berlin bietet einen virtuellen Stammtisch für Menschen mit und ohne HIV im Dienst Slack: Infos bei Facebook.

Die Siegessäule verteilt ihre April-Ausgabe an mehreren öffentlichen Auslagestellen – und bringt sie teilweise auch zu Briefkästen. Alle Infos. Zur Unterstützung des Magazins gibt es zudem ein Epaper als Einzelausgabe oder Abo.

Die Buchhandlung Prinz Eisenherz bietet eine versandkostenfreie Lieferung ihrer Angebote. Auch Brunos beliefert Kunden ohne Versandkosten.

Livestreams: Das BKA bietet am 28. März Neuköllnical von Ades Zabel & Company. Das Schwuz lädt am 29. März zur virtuellen Clubnacht im Rahmen von United We Stream. Jede Samstagabend bietet Margot Schlönzke bei Facebook ihre “Quarantäneshow”. Bei allen Streams wird um Spenden gebeten.

Brandenburg

Rat und Tat in Potsdam bietet weiterhin Beratung in seinen Räumlichkeiten an, allerdings nach vorheriger Anmeldung. Die LKS bietet Beratung per Email oder Telefon (Infos).

Bremen

Rat + Tat und Trans Recht e.V. bieten Beratung per Email und Telefon.

Hamburg

Hein & Fiete bietet montags, dienstags und mittwochs von 16 bis 20 Uhr Beratung unter 040/240333 und vor Ort (samt HIV-Heimtest) (Infos).

Das Magnus-Hirschfeld-Zentrum hat eine Spendenaktion für seine Arbeit gestartet und bietet weiter Telefon- und Email-Beratung (Infos). Die Transberatung bietet ihre Arbeit am Telefon, per Mail oder per Videochat an. Beratungssuchende können sich per Email oder unter 040 28058540 melden.

Hessen

Die Pädagogischen Mitarbeiter_innen des vielbunt Darmstadt bieten telefonische Beratung sowie dienstags und donnerstags Online-Konferenzen für queere Jugendliche an (Infos). Die Rainbow Refugees sind telefonisch (+4917662573994) und per Email erreichbar. Das LSBT*IQ Netzwerk Südhessen ist ebenfalls weiter für Beratung, Vernetzung und Austausch erreichbar.

Bei Facebook gibt es eine Spendenaktion für das LaGata in Frankfurt, eine der ältesten Lesbenkneipen Deutschlands, und ihre Betreiberin Ricky. gewaltfreileben, Beratungsstelle für Frauen*, Lesben, Trans* und queere Menschen in Frankfurt, bietet diverse Möglichkeiten zur Online-Beratung. Auch das Jugendzentrum Kuss 41 bietet Beratung per Email und Telefon.

Die Fachstelle queerformat der pro familia Kreis Groß-Gerau bietet Telefon- und Online-Beratungen an. Ebenfalls wurde für WhatsApp, Telegram und Signal eine Nummer für Queere Jugendliche und Erwachsene eingerichtet. 01520/5242417 oder queerformat.ruesselsheim@profamilia.de.

Die AIDS-Hilfe Kassel arbeitet mit ihren Projekten “Trans*Beratung Kassel”, “T*räumchen Kassel” – Raum für junge Queers weiter. Sie bieten Unterstützung für alle trans*, inter*, nicht-binären und gendernonkonformen Personen bzw. für alle mit Fragen zu ihrer geschlechtlichen Identität an und sind gerne auch für An- und Zugehörige bzw. für Fachpersonen, die sich mit dem Thema geschlechtliche Vielfalt auseinandersetzen, erreichbar. Individuelle Beratungstermine finden per Telefon und Chat über den Messenger Signal statt. Zweimal die Woche (dienstags von 17 bis 19 Uhr und donnerstags von 13 bis 15 Uhr) wird zudem eine offene telefonische Sprechstunde angeboten. Die Die “LSBT*IQ-Netzwerkstelle” bietet zudem Hilfe und Unterstützung für die SchwulLesBiTrans*Community an, Kontakt per Email.

Mecklenburg-Vorpommern

queerNB in Neubrandenburg hält seinen Stammtisch virtuell ab und nimmt Anfragen zur Weiterhilfe per Email entgegen. rosalila bietet Beratung per Email und Telefon. Alle Infos.

Das Centrum für Sexuelle Gesundheit in Rostock und Neubrandenburg bietet weiterhin Beratungen zu HIV, sexuell übertragbaren Infektionen und Corona telefonisch, via E-Mail oder per WhatsApp und Telegramm an: Webseite.

Niedersachsen

Der Andersraum Hannover bietet Webinare, Video-Beratung, einen virtuellen Jugendtreff und Bibliotheks-Versand.

TIN (Trans* in Niedersachsen) sammelt auf einer Übersichtsseite, welche Angebote im Land derzeit weiter zur Verfügung stehen.

Die Akademie Waldschlösschen hat einen dringenden Spendenaufruf gestartet.

Nordrhein-Westfalen

Nachbarschaftshilfe in Köln für Frauen und LGBTQIA+ Personen, die Unterstützung brauchen, weil sie ein schwaches Immunsystem haben, chronisch krank oder älter sind sowie Menschen, die in Quarantäne sind, organisiert sich über die Seite COMMUNITY RELIEF FOR COVID-19 COLOGNE. Das Rubicon sammelt weitere Angebote. Der Checkpoint der Aids-Hilfe Köln bietet ab 1. April ein Community-Phone.

Der SC Janus Köln bietet digitale Fitness.

Beratung per Telefon und online gibt es weiter bei der Rosa Strippe in Bochum.

Rheinland-Pfalz

Die Bar jeder Sicht in Mainz bittet um Spenden (und bietet alternativ die Möglichkeit, zukünftige Getränke bereits jetzt zu zahlen, um Engpässe des Zentrums zu vermeiden). Beratungstermine können per Email vereinbart werden. Auch kümmert sich die Bar um “Hilfe unterm Regenbogen” – Das Hilfsnetzwerk der LSBT*I-Community in Mainz.

Das SCHMIT-Z in Trier bietet Beratung per Whatsapp und Skype und bittet um Spenden.

Saarland

Der Checkpoint des LSVD bietet weiterhin seine Beratungsangebote an.

Sachsen

Die Mitarbeitenden der Rosalinde Leipzig sind zu ihren diversen Beratungs- und Arbeitsbereichen im Homeoffice zu erreichen (Infos). Auch Gerede Dresden bietet Telefon- und Mailberatung (Infos).

Diese Liste ist nicht vollständig. Vereine, Organisationen und Stellen (etwa lokale und regionale Aids-Hilfen oder queere Zentren) in Deiner Nähe können weiterhin Beratung oder spezielle Supportangebote oder virtuelle Treffen bieten. Besondere Hinweise bitte per Email unter info@fresh-magazin.de an uns.

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