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	<title>Interview &#8211; Fresh Magazin</title>
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	<description>Das Queer-Magazin für NRW</description>
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	<title>Interview &#8211; Fresh Magazin</title>
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		<title>Horst Schlämmer ist jetzt ein &#8222;bischen selber homosexuell&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 17:07:36 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit einem geläuterten Horst Schlämmer dd. Anlässlich seines neuen Films „Horst Schlämmer sucht das Glück” stellte sich Hape Kerkeling als Horst Schlämmer beim großen Premieren-Empfang in der Essener Lichtburg Mitte März u.a. Fragen der FRESH. Wir wollten u.a. wissen, inwieweit sich die Rolle des Horst Schlämmer in den Jahren geändert hat, insbesondere bei queeren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit einem geläuterten Horst Schlämmer </strong></p>
<p>dd. Anlässlich seines neuen Films „Horst Schlämmer sucht das Glück” stellte sich Hape Kerkeling als Horst Schlämmer beim großen Premieren-Empfang in der Essener Lichtburg Mitte März u.a. Fragen der FRESH. Wir wollten u.a. wissen, inwieweit sich die Rolle des Horst Schlämmer in den Jahren geändert hat, insbesondere bei queeren Themen. Im neuen Film ist er immerhin schon am Kiffen und hat nach dem Besuch eines Domina-Studios kaum noch „Rücken”&#8230; Zur Begrüßung sagte er von sich aus zu Reporter Dietrich Dettmann: „Die FRESH kenne ich doch irgendwie, bist du da etwa immer noch?” . Na das konnte ja heiter werden &#8230;</p>
<p><strong>Lieber Horst, es gibt ja auch eine Menge schwule Fans, die Dich mögen. Wie gefällt Dir das eigentlich?</strong> </p>
<p>Also ich freue mich darüber. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt auch ein bisschen selber homosexuell geworden. Aber ich sage es immer so: Ich bin primär. Ich freue mich darüber. Weisse Bescheid. Ich finde, wir leben in einer Welt, die offen sein muss, die klar sein muss. </p>
<p><strong>Also hat der Horst sich da auch verändert und ist offener und toleranter geworden?</strong> </p>
<p>Ja genau, ich habe mich da verändert. Du wirst es im Film sehen. Ich hatte etwas, ich nenne es mal eine Erfahrung. Ein Abenteuer, genau. Naja, ich bin jetzt nicht durchweg bi, aber. schaun wir mal &#8230;</p>
<p><strong>Stichwort die Szene im Film dazu: `Wo ist meine Unterhose´, wo Du neben einer Frau und einem Mann aufwachst &#8230;</strong></p>
<p>Hast du das schon gesehen im Film? Stimmt, die Szene ist ja schon im Promofilm drin. Ja, aber wie gesagt, ich bin nicht richtig schwul, ich war nur lückenlos betrunken. Aber ehrlich Freunde, doch doch, ich bin jetzt offener geworden.</p>
<p><strong>Hast Du denn schon mal heimlich gegendert? </strong></p>
<p>Was ist denn das? Ist das, wenn man was nimmt? Ich sehe schon mal ein paar Gendersternchen am Himmel, wenn der Doornkaat alle ist. Das sieht dann recht hübsch aus. Also aus der Ferne betrachtet&#8230;</p>
<p><strong>Du suchst in dem Film ja das Glück. Und als Single suchst Du ja auch eine Frau. Im Film gerätst Du überraschend an eine Domina, aber wie wäre es eigentlich für Dich mit Uschi Blum vom Schlagerparadies Dormagen, kennst Du die? Eine klasse Frau. Aber ich glaube,  die ist trans*, würde Dich das stören?</strong></p>
<p>Die ist doch nicht trans, Schätzelein. Die ist eine Frau durch und durch, das ist fast schon zu viel Frau für mich. Naja, ich bin mir nicht ganz sicher. Aber egal, ja die wäre was für mich. Ich würde mich da einfach überraschen lassen. Im Alter darf man nicht so wählerisch sein&#8230;</p>
<p><strong>Im Film suchst Du ja das Glück in ganz Deutschland. Was sagst Du zu den Verhältnissen hier im Land? Probleme haben wir ja wirklich genug &#8230;</strong></p>
<p>Allerdings. Grundsätzlich gilt, man muss sich Deuschland einfach schön saufen. Aber, auch wenn man es sich nicht schön säuft, das ist eines der schönsten Länder auf diesem Planeten. Also wenigstens im Westen. Und wir tun alles, dass die Dinge besser werden. Zum Beispiel mit einem Lächeln im Gesicht, weisse Bescheid.</p>
<p><em>„Horst Schlämmer sucht das Glück”,<br />
ab 26. März im Kino.</em></p>
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		<title>„Wir fordern eine kontinuierliche, dynamische Erhöhung der Fördermittel”</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 12:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Jan Bockemühl, neu in Vorstand des Queeren Netzwerks NRW, im FRESH-Interview dd. Jan Bockemühl ist ein engagierter Vertreter für LSBTIQ*-Rechte, der seit November 2025 dem Vorstand des Queeren Netzwerks NRW e.V. (QNW) angehört. Er leitet hauptamtlich die Geschäftsstelle der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. und setzt sich somit aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation älterer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jan Bockemühl, neu in Vorstand des Queeren Netzwerks NRW, im FRESH-Interview </strong></p>
<p>dd. Jan Bockemühl ist ein engagierter Vertreter für LSBTIQ*-Rechte, der seit November 2025 dem Vorstand des Queeren Netzwerks NRW e.V. (QNW) angehört. Er leitet hauptamtlich die Geschäftsstelle der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. und setzt sich somit aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation älterer queerer Menschen ein. FRESH sprach mit ihm über sein neues Amt.</p>
<p><strong>Warum bzw. mit welchem Ziel hast Du Dich für den Vorstand im QNW beworben?</strong></p>
<p>Etwas mehr als drei Jahre lang war die Geschäftsstelle der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. in den Räumlichkeiten des Queeren Netzwerks NRW ansässig. In dieser Zeit arbeitete ich täglich Tür an Tür mit den Kolleg*innen der verschiedenen Fachstellen zusammen. Dieser Austausch ermöglichte mir Einblicke in ihre Arbeit und schuf eine tiefere Verbundenheit zum Verein.<br />
Als Vorstandsmitglied möchte ich dazu beitragen, die fachliche Arbeit des Queeren Netzwerks NRW langfristig abzusichern, strategisch voranzubringen und nachhaltig zu stärken.</p>
<p><strong>Welche Themen möchtest Du als Vorstand im QNW voranbringen?</strong></p>
<p>Ein zentrales Anliegen ist die Reaktivierung und Neugestaltung landesweiter Maßnahmen der LSBTIQ*-Altersarbeit. Der demografische Wandel betrifft auch die queere Community: Die Gruppe der älteren und hochaltrigen Menschen wächst stetig. Seit dem Wegfall der Landeskoordination LST* in der offenen Senior*innenarbeit in NRW besteht hier eine fachliche und politische Lücke, die wir schließen müssen.<br />
Zudem möchte ich die Vereinsarbeit dort, wo es sinnvoll ist, generations- und gruppenübergreifend gestalten. Wir müssen innerhalb der Communities dringend über bestehende Altersbilder sowie das Miteinander von jüngeren und älteren Menschen sprechen.</p>
<p><strong>Was forderst Du für die Umsetzung dieser Ziele konkret von der Politik?</strong></p>
<p>Zunächst streben wir einen direkten fachlichen Austausch mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, an. Hallo, Herr Laumann!<br />
Kurz und knapp fordere ich: eine gesicherte Finanzierung.<br />
Benötigt werden Mittel für eine zielgruppenspezifische Facharbeit, welche die Lebenssituation älterer LSBTIQ* verbessert, ihre Selbstvertretungskompetenzen fördert und die Öffnung von Regelstrukturen in der Altersarbeit ermöglicht. Dabei darf der Fokus nicht nur auf den Metropolen liegen, sondern muss die gesamte Fläche Nordrhein-Westfalens abdecken.<br />
Die politische Erwartung, dass sich Regelstrukturen ohne externe Impulse und Fachinformationen sensibilisieren, ist unrealistisch – insbesondere, wenn keine fachliche Instanz innerhalb der Community existiert, die informiert, vernetzt und koordiniert.<br />
<strong><br />
Habt Ihr als QNW Forderungen an die Ministerin Verena Schäffer, bzw. welche Erwartungen stellt Ihr an sie?</strong></p>
<p>Zunächst herzlichen Glückwunsch zur Ernennung, Frau Schäffer. Wir wünschen Ihnen viel Tatkraft für die anstehenden Aufgaben.<br />
Bei uns liegen Erwartungen und Forderungen eng beieinander: Mit großer Anstrengung konnte in den letzten zwei Jahren die Arbeit unserer Fachstellen gerettet und das Förderniveau von vor den Kürzungen im Jahr 2024 größtenteils wiederhergestellt werden. Wir erwarten, dass diese Sicherheit für 2027 und die Folgejahre mindestens bestehen bleibt. Angesichts von Kosten- und Gehaltssteigerungen, der wachsenden Nachfrage nach Unterstützung und einer zunehmenden Queerfeindlichkeit fordern wir eine kontinuierliche, dynamische Erhöhung aller Fördermittel. Nur so lässt sich die Qualität unserer Facharbeit aufrechterhalten.<br />
An die Landesregierung und die Verwaltung appelliere ich: Seien Sie sich der historischen Verantwortung bewusst, die die Politik seit 1945 gegenüber LSBTIQ* trägt. Die Folgen jahrzehntelanger Verfolgung, Diskriminierung und Stigmatisierung lassen sich nicht kurzfristig auflösen.<br />
Überlegungen, die Facharbeit des Queeren Netzwerks NRW verstärkt über Spenden zu finanzieren – analog zu US-amerikanischen Modellen –, halte ich für verfehlt. In Deutschland herrscht eine andere Spendenkultur. Wer, wenn nicht die Selbstorganisationen der Zivilgesellschaft, ist näher an den alltäglichen Bedarfen der Bevölkerung? Vereine und Ehrenamt leisten hier Arbeit, die eigentlich staatliche Aufgabe wäre. Daher muss der Staat diesen im Vergleich zum Gesamthaushalt geringen Unterstützungsbeitrag leisten.</p>
<p><strong>Wie hilft Dir Deine Erfahrung aus der BISS, Deine Vorstandsrolle auszufüllen?</strong></p>
<p>Ich greife dabei unmittelbar auf mein fundiertes Fachwissen in der Verbands- und Senior*innenarbeit zurück.</p>
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		<title>Verena Schäffer, neue NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration, im FRESH-Interview</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 11:58:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. Verena Schäffer (Grüne) ist die neue NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration und zuständig für die Community. Sie löst Josefine Paul (Grüne) ab, die Ende Januar zurücktrat. FRESH sprach mit ihr als neues NRW-Regierungsmitglied über aktuelle queerpolitische Fragen. Frau Ministerin Schäffer, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Amt. Sie haben angekündigt, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. Verena Schäffer (Grüne) ist die neue NRW-Ministerin für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration und zuständig für die Community. Sie löst Josefine Paul (Grüne) ab, die Ende Januar zurücktrat. FRESH sprach mit ihr als neues NRW-Regierungsmitglied über aktuelle queerpolitische Fragen.<br />
<strong><br />
Frau Ministerin Schäffer, herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Amt. Sie haben angekündigt, die Arbeit von Frau Paul fortführen zu wollen. Wo liegen Ihre Schwerpunkte im Themenbereich LSBTTIQ+?</strong></p>
<p>Vielen Dank! Ich habe großen Respekt vor der Entscheidung von Josefine Paul zu ihrem Rücktritt. Ihr gebührt großer Dank für ihren Einsatz für die Rechte von LSBTIQ*-Personen. Ich möchte ihre Arbeit gerne fortsetzen.</p>
<p>Mir war das Landesantidiskriminierungsgesetz (LADG) schon als Fraktionsvorsitzende ein Herzensanliegen. Ich möchte dafür sorgen, dass es bald im Gesetzblatt steht. Denn alle Menschen in NRW sollten sicher und frei von Diskriminierung leben können. Zudem ist mir – auch als Kinder- und Familienmi-nisterin – wichtig, dass wir uns als Ministerium weiterhin für eine Reform des Abstammungsrechts im Bund einsetzen, damit Kinder lesbischer Eltern von Geburt an zwei rechtliche Mütter haben.<br />
<strong><br />
Wie ist denn der Stand der Dinge beim Landesantidiskriminierungsgesetz?</strong></p>
<p>Aktuell werten wir die Stellung-nahmen zum Regierungsentwurf aus. In den nächsten Wochen wird der Gesetzentwurf dem Landtag vorgelegt. Mit dem Gesetz schließen wir rechtliche Schutzlücken und stärken damit die Rechte der Betroffenen. Ziel des Gesetzes ist in erster Linie die Beendigung einer Diskriminierung. Betroffene Personen erhalten zudem rechtliche Möglichkeiten, etwa auf Schadensersatz klagen zu können. Eine Klagewelle ist in Berlin, dem bisher einzigen Land mit Erfahrungen mit einem Landesantidiskriminierungsgesetz, allerdings ausgeblieben. Darüber hinaus sieht das Gesetz die Einrichtung einer Landesantidiskriminierungsstelle vor, u.a. zur Entwicklung von Präventionsmaßnahmen und Initiierung wissenschaftlicher Studien zu Diskriminierungen.</p>
<p><strong>Wie wollen Sie zukünftig das Thema Queer im Kabinett einbringen? Bei den Themen Gesundheit, Pflege und Innere Sicherheit gibt es ja weiterhin massive Handlungsbedarfe &#8230;</strong> </p>
<p>Wichtige Anliegen, die LSBTIQ*- Personen betreffen, werde ich als Querschnittsthema einbringen. Allerdings tragen die jeweiligen Fachressorts jeweils selbst die Verantwortung, Perspektiven und Bedarfe von LSBTIQ* in ih-ren Zuständigkeitsbereichen mitzudenken und umzusetzen. Ich sehe es als meine Aufgabe an, auf bestehende Handlungsbedarfe hinzuweisen und fachliche Grundlagen in die Diskussion einzubringen. So hat die Studie „Queer durch NRW – Lebenslagen und Erfahrungen von LSBTIQ*“ unter anderem im Gesundheitsbereich, aber auch mit Blick auf Pflege und Innere Sicherheit deutlich gemacht, wo strukturelle Benachteiligungen und Versorgungslücken bestehen. In meinem Haus tragen wir zum Beispiel mit der Förderung von gezielten Angeboten in der queeren Jugendarbeit aktiv dazu bei, dass Vielfalt gelebt wird. Dass die Landesfachstelle Regenbogenfamilien mit einer jährlichen Förderung über 160.000 Euro bald an den Start gehen kann, freut mich sehr.</p>
<p><strong>Queerfeindliche Gewalt gegen queere Menschen nimmt besonders in den Großstädten in erschreckender Weise zu. Welche Strategien haben Sie dagegen? </strong></p>
<p>Erst einmal: Ich habe jahrelang Innenpolitik gemacht, und mir ist es sehr wichtig, dass alle Menschen in NRW sicher sind. Die Zunahme queerfeindlicher Gewalt ist absolut besorgniserregend und spiegelt leider eine in Teilen gesellschaftliche Stimmung wider, die sich vermehrt gegen Minderheiten richtet. Queerfeindliche Diskriminierung und Gewalt bedroht sehr konkret unsere vielfältige und demokratische Gesellschaft. Die NRW-Lebenslagenstudie zeigt, dass TIN*-Personen noch einmal stärker gefährdet sind. Die Beratung und Unterstützung von Personen, die Opfer von homo-, trans*- und queerfeindlicher Gewalt geworden sind, ist immens wichtig, daher haben wir unsere Förderung für die Landesfachstelle für queere Anti-Gewalt-Arbeit aufgestockt.  Gleichzeitig ist es wichtig, nicht nur das Hellfeld der angezeigten Straftaten im Blick zu behalten, sondern auch das Dunkelfeld besser auszuleuchten. Hier erwarten wir mit dem ersten Jahresbericht der Meldestelle Queerfeindlichkeit wichtige Erkenntnisse, von denen wir weitere gezielte und wirksame Maßnahmen ableiten wollen.</p>
<p><strong>In etwa einem Jahr sind wieder Wahlen in NRW. Können wir erwarten, dass Sie queere Events wie CSDs besuchen und sich für die weitere Förderung der CSDs in NRW einsetzten? Die Zuwendungen sind ja leider unter Schwarz-Grün zuletzt gekürzt worden. </strong></p>
<p>Ich freue mich schon jetzt auf CSDs und andere queere Events! Neben Begegnungen und Gesprächen, die mir wichtig sind, möchte ich damit auch ein klares politisches Signal senden: für Solidarität und den gemeinsamen Einsatz für gleiche Rechte gerade in einer Zeit, in der unsere Demokratie und damit unsere vielfältige Gesellschaft unter Druck gesetzt wird. Zu den Zuwendungen für CSDs: Diese wurden vor drei Jahren unter Schwarz-Grün erstmals eingeführt und in diesem Haushaltsjahr wieder ausgeweitet. Besonders erfreulich ist, dass wir dieses Jahr mehr CSDs in Nordrhein-Westfalen erwarten als jemals zuvor – das ist ein starkes Zeichen für Sichtbarkeit und Anerkennung!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Frische Energie”</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 21:04:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[Führungswechsel nach zwei Jahrzehnten beim LSVD+ in NRW &#8211; Andrea Peuler-Kampe vom neuen Vorstand im FRESH-Interview dd. Der LSVD+ hat einen neuen Vorstand in NRW gewählt. Die Urgestein-Aktivisten Frank Bauer und Arnulf Sensenbrenner sind nicht mehr dabei. Im Interview spricht Andrea Peuler-Kampe (Foto) vom neu gewählten Vorstand über neue Wege und Ziele des LSVD+ und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Führungswechsel nach zwei Jahrzehnten beim LSVD+ in NRW &#8211; Andrea Peuler-Kampe vom neuen Vorstand im FRESH-Interview</strong></p>
<p>dd. Der LSVD+ hat einen neuen Vorstand in NRW gewählt. Die Urgestein-Aktivisten Frank Bauer und Arnulf Sensenbrenner sind nicht mehr dabei. Im Interview spricht Andrea Peuler-Kampe (Foto) vom neu gewählten Vorstand über neue Wege und Ziele des LSVD+ und die aktuelle politische Situation der Community.</p>
<p><strong>Andrea, Du bist Teil des neuen Vorstandes des LSVD+ in NRW. Wenn langjährige Mitglieder des Vorstandes aufhören, spricht man gerne von einem Neuanfang – trifft das in diesem Fall zu?</strong></p>
<p>Ja! Wir sind jetzt im Übergang und bauen weiter auf dem auf, was über viele Jahre gewachsen ist – mit viel Einsatz, viel Erfahrung und viel Verlässlichkeit und Mut.<br />
Und in diesem Ansatz werden wir es weiterführen. Gleichzeitig bringt ein neues Team auch neue Perspektiven, neue Arbeitsweisen und neue Schwerpunkte mit. Unser Ziel ist: Kontinuität in den Werten – und frische Energie in der Umsetzung.</p>
<p><strong>Welche neuen Impulse dürfen wir erwarten? Es war in letzter Zeit eher still um den LSVD+ in NRW geworden …</strong></p>
<p>Den Eindruck kann ich nachvollziehen – und wir wollen genau da ansetzen: sichtbarer, ansprechbarer und vernetzter zu sein. Konkret heißt das: Regelmäßiger kommunizieren, damit klar ist, wofür wir stehen und wie man uns erreicht. Dazu mehr Kooperationen mit lokalen Initiativen, Beratungsstellen und Community-Strukturen – weil wir gemeinsam mehr Wirkung entfalten. und niedrigschwellige Angebote schaffen, die praktisch helfen: Information, Austausch, Empowerment, Unterstützung.<br />
Kurz: Wir wollen nicht nur reagieren, wenn es brennt &#8211; sondern verlässlich präsent sein.</p>
<p><strong>Wo wollt Ihr denn konkret durchstarten?</strong></p>
<p>Wir wollen als LSVD+ NRW unsere Präsenz im ländlichen Raum ausbauen und insbesondere im Ruhrgebiet und im Sauerland, wo queere Strukturen bislang kaum sichtbar waren, als verlässlicher Ansprechpartner wirken. Ein Treffen im Café Fluid der Aidshilfe Bochum soll dabei beispielhaft als zentraler Vernetzungs- und Austauschort und für die Unterstützung weiterer queerer Anlaufstellen dienen.</p>
<p>Außerdem wollen wir mehr auch bei kleinen CSDs präsent sein und einen besoneren Fokus auf FLINTA*-Personen sowie auf queere Menschen mit Beeinträchtigungen legen. </p>
<p><strong>Queerpolitisch positioniert Ihr euch ja nahe an den Grünen. Wie beurteilst Du Queerpolitik bzw. das Erreichte der schwarz-grünen Landesregierung in NRW?</strong></p>
<p>Ich würde das gern geradeziehen: Ich sehe den LSVD+ nicht als „nah an einer Partei“. Wir sind ein Bürgerrechtsverband. Unsere Orientierung ist menschenrechtlich und demokratisch – ich persönlich würde es eher als demokratisch links beschreiben, aber ohne Parteibindung. Und zur Landesregierung: „Erreichte Queerpolitik“ ist für mich nicht gut messbar über Überschriften oder Parteifarben. Entscheidend ist, was bei den Menschen und in der Infrastruktur tatsächlich ankommt: Beratung, Schutz, Prävention, Bildung – und vor allem Verlässlichkeit.<br />
Wenn Mittel nach Protesten doch gesichert oder nachgesteuert werden, ist das natürlich wichtig. Gleichzeitig bleibt unser Anspruch: nicht jedes Jahr dieselbe Unsicherheit, sondern planbare, stabile Strukturen. Wir werden die Landespolitik weiter daran messen, was konkret umgesetzt wird – und dabei mit allen demokratischen Kräften sprechen, die dafür Verantwortung tragen.</p>
<p><strong>Stichwort rechte Gewalt und steigende Homophobie: Sie nimmt besonders in den Großstädten in erschreckender Weise zu. Warum bläst uns der Wind immer stärker entgegen? Welche Strategien siehst Du dagegen?</strong></p>
<p>Für mich beginnt das bei uns selbst – und das meine ich konstruktiv: Ich halte es für zwingend notwendig, dass die queere Community als Ganzes zusammensteht. Wenn wir es untereinander nicht schaffen, respektvoll und akzeptierend miteinander umzugehen, können wir schwer erwarten, dass andere das für uns tun. Zusammenhalt ist kein „Nice-to-have“, sondern Selbstschutz und politische Stärke.<br />
Zum Gegenwind: Ich glaube, wir müssen den Ursprung von Homophobie und Queerfeindlichkeit viel genauer analysieren. Ich kenne aktuell keine verlässlichen Zahlen dazu, wo und in welchen Settings queerfeindliche Einstellungen besonders stark sind. Und ohne diese Klarheit bleibt man schnell bei allgemeinen Appellen. Meine Strategie wäre daher doppelt: Als<br />
Sofortmaßnahmen wollen wir Betroffene stärken (Beratung, Begleitung, sichere Räume), und Vorfälle ernst nehmen, die Anzeigen erleichtern, und Bündnisse mit Kommunen und Sicherheitsakteuren verstärken. Mein zweiter Punkt ist gezielte Prävention statt Bauchgefühl, dazu Daten und Erfahrungen systematisch bündeln, z. B. aus Beratungsstellen, Meldestellen, Community-Feedback, Polizei und Kommunen, dabei Muster erkennen. Und dann zielgenau in Schule, Jugendarbeit, Vereinen, Nachtleben und online gegensteuern. Denn wir brauchen dazu zwei Dinge: Haltung und Handwerk.</p>
<p><strong>Der LSVD+ ist Teil der Queeren Nothilfe Ukraine (QNU) – einem Bündnis von über 70 LSBTIQ+-Organisationen aus Deutschland. Was genau wollt Ihr mit dem Projekt erreichen?</strong></p>
<p>Die QNU bringt viele Organisationen zusammen, um queere Menschen zu unterstützen, die vom Krieg betroffen sind – in der Ukraine und auf der Flucht. Unser Ziel ist sehr praktisch: Schutz, Versorgung und Stabilisierung. Dazu gehören je nach Bedarf, sichere Unterkünfte, Unterstützung beim Ankommen, medizinische und psychologische Hilfe, Rechtsberatung und die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen. Für uns heißt das: Solidarität nicht nur zu „bekunden“, sondern zu organisieren. </p>
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			</item>
		<item>
		<title>“… dass sie lesbisch ist, genügt, um  ihr das Sorgerecht wegzunehmen.”</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Feb 2026 20:30:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
		<category><![CDATA[Uncategorized]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. Bis in die 1990er Jahre konnten lesbische Mütter bei einer Scheidung das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren &#8211; Im FRESH-Interview spricht Historikerin Kirsten Plötz (Foto) über ihre neue Studie und das Schicksal tausender betroffenen Frauen in Deutschland. Frau Plötz, in Deutschland wurden lesbischen Müttern früher ihre Kinder weggenommen. Wie wurde das damals begründet? Warum [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. Bis in die 1990er Jahre konnten lesbische Mütter bei einer Scheidung das Sorgerecht für ihre Kinder verlieren &#8211; Im FRESH-Interview spricht Historikerin Kirsten Plötz (Foto) über ihre neue Studie und das Schicksal tausender betroffenen Frauen in Deutschland.</p>
<p><strong>Frau Plötz, in Deutschland wurden lesbischen Müttern früher ihre Kinder weggenommen. Wie wurde das damals begründet? Warum gab es kein Unrechtsbewusstsein?<br />
 </strong></p>
<p>Lesbische Liebe war an sich zwar nicht strafbar, galt aber lange Zeit als Unzucht. Eine gleichgeschlechtliche Beziehung der Mutter gefährdet das Kindeswohl, begründete z.B. das Oberlandesgericht Düsseldorf 1977 den Entzug des Sorgerechts. Das Kindeswohl konnte verschieden ausgelegt werden; so ließ das Amtsgericht Mettmann 1984 ein Kind bei der Mutter, die nach der Scheidung eine lesbische Beziehung eingegangen war, was wiederum auf Kritik stieß und auf andere Urteile traf. Ende der 1980er Jahre hieß es zu Recht, das Sorgerecht für lesbische Mütter sei wie russisches Roulette vor Gericht. Das war sogar in gewisser Weise eine Verbesserung, weil bis zur Reform 1977 eine Mutter, die durch ein lesbisches Verhältnis ‚Schuld‘ am Ende ihrer Ehe hatte, generell das Sorgerecht verlor.<br />
Auf vielen Ebenen wurde geschwiegen, weil dieses Unrecht nicht an einem speziellen Paragrafen hing, nirgendwo systematisch dokumentiert wurde und weil außerdem die Mütter das Sorgerecht eher behielten, wenn sie ihr lesbisches Leben strikt verleugneten. Viele Mütter blieben damit allein. </p>
<p><strong>Sie haben mit Betroffenen gesprochen und eine Studie dazu in NRW erarbeitet und gerade veröffenlicht. Was ist das Ergebnis Ihrer Forschung? </strong></p>
<p>Das Unrecht zeichnet sich immer deutlicher ab. Schon in der ersten Studie, mit Schwerpunkt Rheinland-Pfalz, wurde klar, wie eng das Ehe- und Familienrecht den Handlungsraum für lesbische Liebe einschnürte und wie sehr Mütter darunter litten. Das wurde nun noch deutlicher, und auch, welche Akteure dafür sorgten. Beim Blick auf Nordrhein-Westfalen zeigte sich außerdem, wie breit das in den Emanzipationsbewegungen aufgegriffen wurde. Weitere Fälle kamen hinzu, die das Gesamtbild erhellen. </p>
<p><strong>Wie geht es jetzt mit Ihrer Forschung weiter? Wird es irgendwann eine bundesweite Studie geben? Können sich Zeitzeug:innen und Betroffene bei Ihnen melden?</strong></p>
<p>Aktuell forsche ich über Sorgerechtsentzug in West-Berlin, zusammen mit Maria Bühner, die über Ost-Berlin forscht. Wer etwas dazu beitragen könnte, meldet sich bitte unter kontakt@sorgerecht-lesbischer-muetter.de. Nicht nur in Bezug auf Berlin, sondern für jede Region suche ich Zeitzeug*innen – betroffene Mütter, die Kinder, die Väter, Freund*innen, Sozialarbeiter*innen, Jurist*innen, Nachbar*innen und alle anderen, die irgendetwas von solchen Sorgerechtsentzügen mitbekommen haben. Es würde mich freuen, wenn sie sich melden und mir ihre Erinnerungen mitteilen und / oder Dokumente überlassen, selbstverständlich auf Wunsch komplett anonym. Stimmen und Dokumente zu sammeln, ist ein wichtiger Schritt. Bisher zeichnet sich eine bundesweite Studie leider nicht ab, aber ich hoffe darauf.</p>
<blockquote class="wp-embedded-content" data-secret="5ecacWWkC1"><p><a href="https://queeres-netzwerk.nrw/neue-broschuere-zum-forschungsbericht-zum-sorgerechtsentzug-bei-lesbischen-muettern-zwischen-1946-2000/">Neue Broschüre zum Forschungsbericht zum Sorgerechtsentzug bei lesbischen Müttern zwischen 1946-2000 </a></p></blockquote>
<p><iframe class="wp-embedded-content" sandbox="allow-scripts" security="restricted"  title="&#8222;Neue Broschüre zum Forschungsbericht zum Sorgerechtsentzug bei lesbischen Müttern zwischen 1946-2000 &#8220; &#8211; Queeres Netzwerk NRW" src="https://queeres-netzwerk.nrw/neue-broschuere-zum-forschungsbericht-zum-sorgerechtsentzug-bei-lesbischen-muettern-zwischen-1946-2000/embed/#?secret=2dmCXCMlhU#?secret=5ecacWWkC1" data-secret="5ecacWWkC1" width="600" height="338" frameborder="0" marginwidth="0" marginheight="0" scrolling="no"></iframe></p>
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		<title>&#8222;Kürzungen bleiben Kürzungen&#8220;: Frank Müller, Queer-Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion NRW im FRESH-Interview</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 00:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. In der Dezemberausgabe der FRESH wurde über die geplanten Landesmittel für queere Projekte im Jahr 2026 berichtet. Dort erklärte die queerpolitische Sprecherin der Grünen, es gebe diesmal keine Kürzungen; an einigen Stellen würden die Mittel sogar erhöht. Frank Müller, Queer-Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion NRW, zeigt sich über diese Darstellung irritiert und spricht im FRESH-Interview von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. In der Dezemberausgabe der FRESH wurde über die geplanten Landesmittel für queere Projekte im Jahr 2026 berichtet. Dort erklärte die queerpolitische Sprecherin der Grünen, es gebe diesmal keine Kürzungen; an einigen Stellen würden die Mittel sogar erhöht. Frank Müller, Queer-Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion NRW, zeigt sich über diese Darstellung irritiert und spricht im FRESH-Interview von „grüner Schönmalerei“.</p>
<p><strong>Frank, Du wirfst den Grünen „Schönmalerei“ bei der Darstellung der Landesmittel für queere Projekte 2026 vor. Was genau meinst Du damit?</strong></p>
<p>Nach den massiven Kürzungen im vergangenen Jahr für 2025 – zu Lasten der Aidshilfen, von „MehrAlsQueer“ und durch die Abwicklung der Landesfachstelle für queere Senior*innenarbeit bei Rubicon – feiert sich die schwarz-grüne Koalition nun dafür, dass der Kahlschlag nicht weitergeht. Die genannte Erhöhung der Zuschüsse im LSBTIQ-Bereich bedeutet jedoch lediglich eine Rückkehr zum Stand von 2024. Inflationsbereinigt bleibt unter dem Strich ein deutliches Minus. Stillstand bedeutet Rückschritt.</p>
<p><strong>Das Niveau von 2024 ist zwar wiederhergestellt, aber es wurden ja auch Projekte wie bei der Aidshilfe Essen gestrichen, oder?</strong></p>
<p>Genau, die Folgen der Kürzungen in den letzten Monaten sind spürbar und eben nicht rückgängig gemacht worden: Die Fachstelle für queere Senior*innenarbeit bleibt geschlossen, zahlreiche Projekte der örtlichen Aidshilfen, wie in Essen, mussten eingestellt werden. Diese Strukturen sind verloren. Dass sich die Grünen dafür jetzt feiern, ist zynisch – gerade, weil sie die besondere Bedeutung dieser Angebote kannten. Für Selbstlob besteht also keinerlei Anlass.</p>
<p><strong>Was forderst Du mit Blick auf die kommenden Haushaltsjahre?</strong></p>
<p>Queerpolitik braucht Planungssicherheit und keine jährlichen Ausschläge nach Kassenlage. Wenn die Koalition auf neue Spielräume durch die Steuerschätzung verweist und damit die bloße Wiederherstellung des 2024er-Ansatzes begründet, stellt sich doch die Frage: Was passiert bei der nächsten finanziellen Delle im Landeshaushalt? Drohen dann erneut Kürzungen – und gelten sie dann wieder als unvermeidbar? Verlässlichkeit sieht anders aus.</p>
<p><strong>Stichwort Queerpolitik in NRW: Wie ist Deine Perspektive auf die schwarz-grüne Koalition und auf das neue Landesantidiskriminierungsgesetz?</strong></p>
<p>Das Landesantidiskriminierungsgesetz ist noch in der Entstehung, es liegt bislang nur als erster Entwurf vor und ist noch nicht als fertiger Gesetzentwurf im Landtag angekommen. Von daher bin ich auf die Einbringung des Gesetzentwurfes gespannt. Stand jetzt, also auf Basis des Referentenentwurfs, soll es zumindest in einigen Bereichen Fortschritte bringen. Daher hoffe ich, dass die Landesregierung gerade vor dem Hintergrund steigender Diskriminierungserfahrungen für viele Gruppen und gerade auch queere Menschen die Chance für wirkliche Verbesserungen ergreift und keinen Papiertiger abliefert. Wir als SPD werden das Gesetzgebungsverfahren konstruktiv begleiten.<br />
Insgesamt fällt mein Fazit zur Queerpolitik dieser Landesregierung gemischt aus. Wenige Fortschritte, vieles halbherzig, ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück. Große gesellschaftspolitische Würfe im Sinne der queeren Community sieht man einfach zu wenig. Auch die Umsetzung der Ergebnisse der Lebenslagenstudie in praktisches Handeln kommt viel zu langsam voran. Auch wenn man die Datenbasis der Studie kritisieren kann, so werden ja viele konkrete Fragen und Problemlagen aufgeworfen. Hier erwarten wir alle mehr Entschlossenheit.</p>
<p><strong>Wie beurteilst Du die Chancen im Bund, mit dieser Regierung den Artikel 3 des Grundgesetztes zugunsten von uns zu ergänzen?</strong></p>
<p>Das Problem liegt hier bekanntlich nicht bei SPD, Grünen oder Linken. Wir als SPD hatten das auch im Wahlprogramm, und es bleibt unsere Position. Leider haben sich die Vorzeichen mit dem Regierungswechsel im Bund verschlechtert. Ich sehe daher noch einen weiten Weg zur parlamentarischen Zweidrittel-Mehrheit für die notwendige Verfassungsänderung, wenn man sich den aktuellen Bundestag anschaut. Optimistisch stimmt die Initiative im Bundesrat von mehreren Bundesländern, mit der ein Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes auf den Weg gebracht wurde. Ich weiß auch von vielen Kolleg*innen aus der CDU, dass sie das gern unterstützen würden. Insofern wäre auch zu überlegen, die Abstimmung im Bundestag freizugeben. Ähnlich wie seinerzeit bei der Öffnung der Ehe.</p>
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		<title>&#8222;Zukunft gestalten&#8220;:  Torsten Schrodt, Vorstandsmitglied der Come-Out-Stiftung, zieht Bilanz im FRESH-Interview</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2025 00:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. Torsten Schrodt lebt im Ruhrgebiet. Der Dipl. Sozialarbeiter / Dipl. Sozialpädagoge und Sozialmanager M.A. engagiert sich seit 1998 für Unterstützung und Förderung junger LSBT*I*. Aufgewachsen im ländlichen Raum, liegt sein besonderes Interesse an Aufbau und Stärkung von Strukturen abseits von Metropolen. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Come-Out-Stiftung. Als Vorstandsmitglied der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. Torsten Schrodt lebt im Ruhrgebiet. Der Dipl. Sozialarbeiter / Dipl. Sozialpädagoge und Sozialmanager M.A. engagiert sich seit 1998 für Unterstützung und Förderung junger LSBT*I*. Aufgewachsen im ländlichen Raum, liegt sein besonderes Interesse an Aufbau und Stärkung von Strukturen abseits von Metropolen. Er spielte eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Come-Out-Stiftung. Als Vorstandsmitglied der neuen Siftung, die gerade 5 Jahre alt ist, zieht er Bilanz im FRESH-Interview.</p>
<p><strong>Torsten, vor drei Jahren wurde die Come-Out-Stiftung geboren. Das war Neuland und Kraftakt. Wie sieht Deine persönliche Bilanz aus?</strong></p>
<p>Die COME OUT! Stiftung war von Anfang an als Gemeinschaftsstiftung geplant, an der sich möglichst viele Menschen im Rahmen ihrer Möglichkeiten beteiligen, aber auch Erfahrungen einbringen und mitmachen. Damit sind Abstimmung, Diskussionen und Koordination verbunden, aber auch die Arbeit wird auf mehrere Schultern verteilt. Das war gerade in der ersten Zeit sehr wichtig.</p>
<p>Persönlich freue ich mich über eine aktive und weiter wachsende Stifter*innengemeinschaft, die auch mal heftig diskutiert, aber sehr harmonisch und vertrauensvoll für das gemeinsame Ziel zusammen arbeitet.</p>
<p><strong>Die COME OUT! Stiftung unterstützt keine kurzfristigen Projekte, sondern den dauerhaften Bestand von Angeboten der Jugendarbeit für LSBTIN*. Ziel ist langfristiger Erhalt queerer Jugendinitiativen. Wie sind Eure Erfahrungen mit diesem Ansatz? Seid Ihr dem Ziel nähergekommen?</strong></p>
<p>Mit diesem Förderansatz schließen wir sehr bewusst eine Lücke. Es gibt eine Menge staatliche Stellen und Stiftungen, die insbesondere neue und innovative Projekte fördern, die dann aber zeitlich befristet sind.</p>
<p>Wir stärken hingegen dauerhaft die Basis der Initiativen. Die Projektpartner*innen erhalten von der Come-Out-Stiftung eine jährliche Förderung. Diese nutzen sie dann z.B. für die Miete ihres Treffs, die Kosten der Öffentlichkeitsarbeit oder auch die Schulung von Ehrenamtlichen. Die Initiativen wissen am besten, wo vor Ort der Schuh drückt und sind bei der Verwendung frei.</p>
<p>Öfter wird unsere Förderung benötigt, um die bei Projekt-förderungen geforderten Eigenanteile (oft zwischen 10 und 30 %) zu finanzieren. Wenn z.B eine Initiative für ein tolles Projekt 10.000 € benötigt, 9.000 € Förderung aber nur bekommt, wenn sie die übrigen 1.000 € &#8211; zusätzlich zum ehrenamtlichen Einsatz &#8211; selbst aufbringt, ist dies für Initiativen junger Menschen eine große Hürde. Mit unserer Basisförderung geben wir Initiativen teilweise erst die Möglichkeit, größere Projekte durchzuführen.</p>
<p>Derzeit unterstützen wir auf diese Weise sechs junge Initiativen in unterschiedlichen Bundesländern, mit denen wir jeweils im engen Kontakt stehen. Dieser Kontakt ist uns wichtig, um sicher zu sein, dass die Mittel bei jungen LSBTIN* ankommen und um mitzuerleben, wie sich die Initiativen entwickeln.</p>
<p><strong>Sichtbarkeit von queerem Leben soll ja auch in ländlichen Regionen viel mehr und offen möglich sein. Wie sind da Eure Erfahrungen, was hat sich bewegt?</strong></p>
<p>In ländlichen Regionen ist queeres Leben seltener sichtbar, wobei mir hier wichtig ist, deutlich zu machen, dass dies auch von Stadtteil zu Stadtteil in Großstädten sehr unterschiedlich ist. Während es in Metropolen aber erreichbare Inseln für Kontakt und Empowerment – z.B. queere Jugendgruppen – gibt, fehlen diese gerade in ländlich geprägten Regionen. Für mehr Sichtbarkeit im Alltag, brauchen wir überall selbstbewusste Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans*Personen, Inter*Menschen und Nicht-Binäre.</p>
<p>Um dieses Selbstbewusstsein zu entwickeln, sind stärkende Gemeinschaften zentral. Daher ist uns so wichtig, auf Dauer angelegte Gemeinschaften zu stärken, die dann z.B. vor Ort kleine CSDs oder queere Stände bei Stadtfesten organisieren.</p>
<p>Zumindest in den Regionen, in denen wir uns engagieren, sehen wir Fortschritte bei der Akzeptanz durch Sichtbarkeit. Leider macht Sichtbarkeit auch Gegner*innen von Vielfalt aufmerksam. Gerade Initiativen aus östlichen Bundesländern berichten verstärkt von feindlichen Stimmungen und Einschüchterungsversuchen. Gerade hier bedarf es mehr Solidarität aller, diese Initiativen junger Menschen zu stärken.</p>
<p><strong>Viele Menschen aus der Community, teilweise sehr prominent &#8211; wie Lilo Wanders &#8211; haben sich der Stiftung angeschlossen und unterstützen sie. Hat Dich dieser Zuspruch überrascht? Sucht Ihr noch weitere Unterstützer*innen?</strong></p>
<p>Als Gründungsstifterin und Vorstandsmitglied ist Lilo Wanders besonders aktiv und hat die Come-Out-Stiftung bei allen ihren vielen Projekte mit im Gepäck. Das hilft natürlich sehr. Aber auch andere Stifter*innen sind sehr aktiv und werben für die Stiftung. Beinahe alle neuen Spender*innen und Stifter*innen werden über persönliche Bekanntschaften gewonnen. Dies ist super, und es überrascht mich nicht, dass es viele solidarische Menschen gibt, die bereit sind, die Come-Out-Stiftung zu unterstützen.</p>
<p>Überrascht hat mich, dass Flyer, Spendenaufrufe und Co. wenig Resonanz bringen und die persönliche Ansprache so zentral ist. Hier müssen wir uns als Stifter*innen immer wieder ein bisschen überwinden, um potentielle Unterstützer*innen aktiv anzusprechen.</p>
<p>Es wäre schön, wenn mehr Menschen aktiv auf die Come-Out-Stiftung zukommen würden, um unsere Idee mit einer Spende, Dauerspende, einem Vermächtnis oder auch einer Zustiftung zu unterstützen.</p>
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		<title>Sven Wolf (SPD) im FRESH-Interview: &#8222;Gegen Hass und Hetze&#8220;</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 13:14:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. Sven Wolf wurde 1976 geboren und arbeitete als Rechtsanwalt. Er ist Ratsmitglied der Stadt Remscheid seit 1999. Außerdem ist er seit 2010 Mitglied des NRW-Landtags und seit 2018 ist er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Er tritt bei der Kommunalwahl am 14. September als Oberbürgermeisterkandiat für die SPD an. FRESH sprach mit ihm über aktuellequeere [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. Sven Wolf wurde 1976 geboren und arbeitete als Rechtsanwalt. Er ist Ratsmitglied der Stadt Remscheid seit 1999. Außerdem ist er seit 2010 Mitglied des NRW-Landtags und seit 2018 ist er stellvertretender Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion. Er tritt bei der Kommunalwahl am 14. September als Oberbürgermeisterkandiat für die SPD an. FRESH sprach mit ihm über aktuellequeere Themen.</p>
<p><strong>Herr Wolf, wenn Sie einmal Bilanz ziehen, wie steht es um die Queerpolitik in Remscheid? Ist aus Ihrer Sicht genug getan worden, die Lebenswirklichkeit und Lebensqualität der queeren Menschen in Remscheid zu verbessern?</strong></p>
<p>In Remscheid hat sich inzwischen vieles positiv entwickelt, und es gibt viele Angebote &#8211; ganz im Gegensatz zu meiner eigenen Jugendzeit, da blieben uns nur die Großstädte im Rheinland und dem Ruhrgebiet. Es begann vor vielen Jahren mit einer einfachen Frage, die ich den Vertretern unserer Jugendzentren stellte: „Was macht ihr, wenn zu euch Jugendliche kommen, die schwul oder lesbisch sind?” Damit begannen offene und gute Gespräche, und am Ende wurde der Bergische Fachtag der AGOT gemeinsam mit „gerne anders” organisiert und das Thema queere Jugendarbeit in den Mittelpunkt gerückt. Inzwischen gibt es sogar einen großen eigenen Remscheider CSD, queere Jugendgruppen und auch die AIDS-Hilfe hat endlich eine Anlaufstelle in Remscheid. Ich habe den Eindruck, dass auch der Alltag queerer Menschen besser geworden ist. Es ist aber eine ständige Aufgabe, um die wir uns gemeinsam kümmern müssen. Wir werden Hass und Hetze keinen Raum in unserer Stadt geben.</p>
<p><strong>Sie haben mit für eine Regenbogenfahne für die jährliche Hissung zum IDAHOBIT am Remscheider Rathaus gespendet. Wie wichtig wird Ihnen die konkrete Umsetzung von Queerpolitik als Oberbürger-meister in Remscheid? Ist ein eigenes queeres Jugendzentrum oder mehr Beratung im Bereich HIV und AIDS aus Ihrer Sicht überhaupt notwendig?</strong></p>
<p>Mir war es ein wichtiges Zeichen, eine Regenbogenfahne zu spenden, damit diese am Rathaus weht. Es ist keine Mode, für queere Menschen einzutreten, sondern es ist unsere Pflicht, die sich aus unserer Verfassung ableitet. Ich werde mich auch als Oberbürgermeister deutlich gegen Hass und Hetze und gegen jede Form der Diskriminierung stark machen. Die gute Arbeit der queeren Jugendgruppen ist inzwischen sogar im Kinder- und Jugendförderplan fest verankert worden. Damit ist diese Arbeit auch künftig ein wichtiger Baustein. Ich werde das verlässlich fortsetzen. Zum städtischen Haushalt haben wir im Stadtrat vorgeschlagen, dass die Aidshilfe Wuppertal für ihr Angebot in Remscheid auch eine konkrete finanzielle Unterstützung bekommt. Ich werde mich stark machen dafür, dass dies fortgesetzt und weiter entwickelt wird.</p>
<p><strong>Wenn Sie ins höchste Amt der Stadt gewählt werden, wird es dann z.B. eine/einen Queerbeauftragten der Stadt geben? Oder eine finanzielle Unterstützung für den CSD, wie in anderen NRW-Städten auch?</strong></p>
<p>Bereits jetzt unterstützt die Stadt den CSD durch personelle Ressourcen aus dem Jugendamt, die bei der Organisation helfen, damit der CSD ein Erfolg wird. Ich werde als Oberbürgermeister diese Unterstützung verlässlich fortsetzen und prüfen, ob es innerhalb der Verwaltung einen zusätzlichen Beauftragten benötigt. Bereits heute hat die Stadt Remscheid die Charta der Vielfalt unterzeichnet und die Themen Vielfalt und Antidiskriminierung finden sogar in einem eigenen Ausschuss des Rats Raum, um besprochen zu werden. Auch Remscheid ist, wie fast alle Städte in NRW, im Aufstellen knapper Haushalte geübt. Wir müssen immer dafür sorgen, dass unsere Haushalte genehmigt werden. Dies bedeutet: Wir müssen bei allen Ideen für unsere Stadt immer im Blick behalten, dass dies finanziell angemessen ist und mit der Kommunalaufsicht besprochen wird. Das ist uns bei vielen wichtigen Impulsen für unsere Stadt aber immer gelungen.</p>
<p><strong>Die letzte CSD-Demo in Remscheid startete ja auf dem Platz vor dem Rathaus, wo unter anderem eine rechte Gegendemo zugelassen war und lautstark gegen die queeren Menschen brüllte und pöbelte. Werden Sie als gewählter Oberbürgermeister gemeinsam mit der Polizei versuchen, solche provokativen Situationen auf engstem Raum in Zukunft zu verhindern? Wie kann man es schaffen, dass das queere Straßenfest nicht mehr außerhalb der City auf einem abgeriegelten Gelände mit Sicherheitskontrolle stattfindet, sondern ganz offen mitten in der Stadt?</strong></p>
<p>Die rechte Gegendemo war bei den letzten CSDs in Remscheid eine verschwindend kleine Gruppe, der lautstark widersprochen wurde. Allein dies war schon ein starkes Zeichen unserer Stadt. Zur Meinungsfreiheit gehört in unserer Gesellschaft, dass man auch Meinungen widersprechen darf. Das gilt für die Gegendemo, aber auch für den CSD. Eine Grenze ist aber dann erreicht, wenn andere Menschen dabei beleidigt oder bedroht werden. Hass und Hetze haben bei uns in Remscheid keinen Platz! Ich bin der Polizei dankbar, dass sie die CSDs in Remscheid so gut geschützt hat und genau im Blick hatte, wenn die Rechte der Besucher des CSDs verletzt wurden. Nach dem ersten CSD habe ich mich daher ausdrücklich beim Herrn Innenminister für den starken Einsatz aller Polizistinnen und Polizisten bedankt. Bereits heute stehe ich als Abgeordneter im engen Austausch mit dem Polizeipräsidenten, der für das Versammlungsrecht zuständig ist und entscheidet, wo Versammlungen stattfinden dürfen, damit keine Gefahren entstehen. Dies werde ich als Oberbürgermeister selbstverständlich fortsetzen. Der Stadtpark, auf dem die große Feier zum CSD stattfindet, ist der Ort, an dem wir immer wieder in Remscheid feiern. Er wird für viele Aktionen gerne genutzt, ob Chorkonzerte, gastronomische Aktionen, Musikfestivals oder die vielen anderen Angebote des Remscheider Sommers. Es ist aber auch anders möglich. Am Tag der Arbeit ziehen die Gewerkschaften durch die Stadt, und das Fest nach der Maikundgebung wird vorm Rathaus gefeiert, so wie die jeweiligen Veranstalter es planen. Die Veranstalter des CSD haben sich bewusst den Stadtpark ausgewählt. Der CSD zieht damit vom Rathaus quer durch die Stadt, damit dann im Stadtpark gefeiert werden kann.</p>
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		<title>„Wir werden alle laut sein müssen“</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Aug 2025 14:34:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[„Wir werden alle laut sein müssen“ Nyke Slawik ist neue „Queerpolitische Sprecherin“ für Bündnis 90/Die Grünen im 21. Deutschen Bundestag. FRESH sprach mit ihr über aktuelle queerpolitische Fragen. Nyke, Du bist jetzt neue queerpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, wie schlimm wird es für die Umsetzung queerpolitischer Themen und wegen Stimmungsmache gegen die Community in [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Wir werden alle laut sein müssen“</strong></p>
<p>Nyke Slawik ist neue „Queerpolitische Sprecherin“ für Bündnis 90/Die Grünen im 21. Deutschen Bundestag. FRESH sprach mit ihr über aktuelle queerpolitische Fragen.</p>
<p><strong>Nyke, Du bist jetzt neue queerpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, wie schlimm wird es für die Umsetzung queerpolitischer Themen und wegen Stimmungsmache gegen die Community in den nächsten Jahren mit der aktuellen Bundesregierung?</strong></p>
<p>Queerpolitisch ist der Koalitionsvertrag ein Armutszeugnis. Die Koalition ignoriert, wie dringend nötig weitere Reformen für mehr rechtliche Gleichstellung queerer Menschen sind. Man sucht vergeblich nach einem Bekenntnis zum Aktionsplan „Queer leben“ oder zum grundgesetzlichen Schutz von queeren Menschen im Art. 3 GG, Regenbogenfamilien werden nicht erwähnt. Die angekündigte Evaluierung des Selbstbestimmungsgesetzes oder die Verschärfung des Namensrechts zeugen eher von einem Misstrauen gegenüber trans*, inter* und non-binären Personen. Gerade deshalb ist es wichtig, dass wir laut bleiben und unsere Forderungen gegenüber der Bundesregierung in den nächsten Jahren stark machen.</p>
<p><strong>Im Koalitionsvertrag steht das Wort queer nur zweimal. Wie kannst Du die Bundesregierung daran erinnern, dass die Gleichstellung queerer Menschen weitergehen muss?</strong></p>
<p>Sichtbarkeit entsteht nicht nur auf dem Papier. Sie entsteht durch Stimmen, durch Haltung, durch gemeinsames Handeln. Deshalb ist klar: Wir werden alle laut sein müssen – im Parlament, auf der Straße, in den Medien, in jeder politischen Debatte. Denn die queere Community und ihre Allies sind stark, wenn sie sich zusammenschließen und ihre Rechte selbstbewusst einfordern. Und genau diese Kraft brauchen wir jetzt – mehr denn je. Ich sehe es als meine Aufgabe, mich auch weiterhin im Bundestag dafür einzusetzen, dass queere Lebensrealitäten nicht übersehen werden – im Familienrecht, im Gesundheitswesen, im Umgang mit trans*, inter* und nicht-binären Menschen, im Schutz vor Gewalt und Diskriminierung. Dafür suche ich auch immer wieder das Gespräch mit Abgeordneten aus den demokratischen Fraktionen. Denn es gibt sie: starke Stimmen für queere Rechte quer durch den Bundestag. Diese Verbündeten gilt es zu stärken – damit Gleichstellung kein grünes Nischenthema bleibt, sondern ein gesamtgesellschaftliches Ziel wird.</p>
<p><strong>Das Selbstbestimmungsgesetz soll novelliert werden. Was befürchtest Du, wird da passieren, und wie können die Grünen es verhindern bzw. beeinflussen?</strong></p>
<p>Das Selbstbestimmungsgesetz war einer der großen Erfolge der Ampel-Regierung und war von Tag eins eine echte Entlastung für tin* Personen, die nun einfach vor dem Standesamt erklären können, wer sie sind. Die schwarz-rote Koalition hat sich vorgenommen, dieses Gesetz zu evaluieren. Im Koalitionsvertrag verpflichtet sie sich dabei darauf, die „Rechte von trans- und intersexuellen Personen“ zu wahren. Ich sage: eine „Evaluation“ des Gesetzes muss die Rechte von tin* Personen schützen und stärken und darf sie auf keinen Fall rückabwickeln. Wir Grüne werden diesen Prozess aufmerksam und kritisch verfolgen. Es braucht hier aber auch zivilgesellschaftlichen Druck auf die Bundesregierung, um zu zeigen, welchen positiven Effekt das Gesetz auf tin* Personen hat, und der für den Erhalt des Rechts auf Selbstbestimmung kämpft.</p>
<p><strong>Forderungen nach Änderung von Artikel 3 im Grundgesetz sind in weite Ferne gerückt. Wie realistisch ist die Weiterführung des Aktionsplans „Queer leben” und die Verstetigung des Amts des Queerbeauftragten der Bundesregierung?</strong></p>
<p>Die Neubesetzung des Amts des*der Queerbeauftragten hätte eigentlich eine reine Formalie sein müssen. Dass darüber überhaupt verhandelt werden muss, ist schon skandalös. Auch dass wir weiter zittern müssen, ob der Aktionsplan „Queer leben“ ausgeweitet, fortgesetzt oder abgeschafft wird, ist bitter. Die Union sollte für sich schleunigst klären, ob sie sich eigentlich weiter als Volkspartei sieht, denn dann sollte es selbstverständlich sein, den von uns begonnenen Weg in der Queerpolitik weiterzugehen und sich auch endlich um die Ergänzung des Grundgesetzes um den Diskriminierungsschutz von LSBTIQ zu kümmern. Oder ob die Union sich inhaltlich weiter der AfD annähern will. Ich kann sie nur davor warnen und einladen, weiter mit uns Demokrat*innen zu kooperieren. Alle demokratischen Fraktionen, mit Ausnahme der Union, sind sich doch mittlerweile einig, dass der Schutz queerer Menschen endlich ins Grundgesetz aufgenommen werden muss. Hier sollte sich die Union endlich bewegen und im 21. Jahrhundert ankommen.</p>
<p><strong>In Deiner Funktion als Politikerin bist Du auch ein Vorbild für Menschen, die ähnliches erlebt haben wie Du. Was möchtest Du queeren Jugendlichen mit auf den Weg geben, damit sie weiter für ihre Rechte kämpfen?</strong></p>
<p>Du darfst Raum einnehmen! Es kann sehr schmerzhaft sein, wenn man als queerer Mensch von der Familie oder von Freund*innen nicht akzeptiert wird, in der Schule von Mobbing betroffen ist oder sich einfach noch unsicher fühlt. Mein Rat ist: Such dir Räume und Menschen, bei denen du du selbst sein darfst und wo du um Hilfe bitten kannst. Dafür gibt es viele Angebote und viel Unterstützung in der Community.</p>
<p>Als trans* Frau, als queerer Mensch weiß ich, wie existenziell es ist, als Jugendliche*r einen Ort zu finden, an dem man einfach sein kann – wo niemand infrage stellt, wer du bist oder wen du liebst. Wo Sich-Verstecken, Erklären und das Aushalten von Ignoranz für einen Moment Pause haben. Für mich war dieser Ort das queere Jugendzentrum anyway in Köln. Solche Räume und Begegnungen empowern uns und bestätigen uns darin, weiter für unsere Rechte einzustehen. Denn gemeinsam sind wir stark.</p>
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		<item>
		<title>Neue Impulse beim LSVD Nordrhein-Westfalen</title>
		<link>https://www.fresh-magazin.de/neue-impulse-beim-lsvd-nordrhein-westfalen</link>
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		<dc:creator><![CDATA[u57388865]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 16:04:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[„Angst essen Seele auf” Neue Impulse beim LSVD Nordrhein-Westfalen mt. Der LSVD+ NRW e.V. ist ein Bürgerrechtsverein mit dem Ziel rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung von Lesben, Schwulen, bisexuellen und pansexuellen Menschen, sowie von Menschen, die sich als trans* (transgender, transsexuell, transident), inter* (intersexuell, interident, intergeschlechtlich) und mehr (LSBTIQ) bezeichnen. Somit engagiert er sich für Akzeptanz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Angst essen Seele auf”</strong></p>
<p>Neue Impulse beim LSVD Nordrhein-Westfalen</p>
<p>mt. Der LSVD+ NRW e.V. ist ein Bürgerrechtsverein mit dem Ziel rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung von Lesben, Schwulen, bisexuellen und pansexuellen Menschen, sowie von Menschen, die sich als trans* (transgender, transsexuell, transident), inter* (intersexuell, interident, intergeschlechtlich) und mehr (LSBTIQ) bezeichnen. Somit engagiert er sich für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Diese Arbeit wird ehrenamtlich und ohne Förderung aus öffentlichen Mitteln geleistet. Auf der Mitgliederversammlung am 21.12.24 hat der Verband seinen Namen geändert. Beim CSD in Köln sprachen wir mit den Vorstandsmitgliedern Frank Bauer und Arnulf Sensenbrenner. Beide sind ehrenamtlich dort seit 2003 aktiv im Vorstand.</p>
<p><strong><strong>Ihr habt Euren Verband umbenannt. Was war der Anlass? </strong></strong></p>
<p>Arnulf: Wir haben unseren Verband nicht unbenannt, sondern den Namen erweitert. LSVD, das ist unsere Marke und die gibt man nicht auf. Es ist ja unserer Geschichte, denn das L und das S, also die Lesben und die Schwulen, haben diesen Verband gegründet, getragen und groß gemacht. Und im LSVD+, Verband Queere Vielfalt, wie wir ja jetzt heißen, steht das Plus für alles, was über L und S hinausgeht, für die ganze queere Community. Es dokumentiert nun auch nach außen, dass wir ja schon viele Jahre Arbeit für alle in der Queer-Community machen.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist Euch denn das L und das S noch in der Bezeichnung? </strong></p>
<p>Frank: Sehr wichtig! Wir haben auch deswegen den Namen beibehalten, weil wir es weiterhin für sehr wichtig halten, Lesben und Schwule sichtbar zu nennen. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, sie würden marginalisiert, weil jetzt alles nur noch queer ist. Die eigene Identität ist oft schwul oder lesbisch. So wird man von anderen wahrgenommen. Menschen werden als schwul oder lesbisch beschimpft und nicht als queer. Also müssen wir auch deutlich Position beziehen. Wir benutzen Queer auch als Oberbegriff für unsere ganze Vielfalt. In den meisten Fällen gibt es eine sehr ähnliche bis gleiche Diskriminierungserfahrung. </p>
<p><strong>Unsere Bundestagspräsidentin hat untersagt, dass am Reichstag die Regenbogenflagge gehisst wird, und der Bundeskanzler sagte, wir wären ja nicht im Zirkus. Was glaubst Du, was dahinter steckt? Ist das einfach nur so ein Spruch? </strong></p>
<p>Frank: Nein, beides ist kein Spruch. Frau Klöckner, als auch Herr Merz, ist nicht gerade als Unterstützer der Queer Community bekannt. Der Grund, warum sie das macht, ist unserer Meinung nach natürlich nicht, weil sie so furchtbar sachlich sein will, sondern dass ihr das schlichtweg zu weit geht. Noch schlimmer ist, dass sie den Mitarbeitenden der Bundestagsverwaltung verbietet, als Bundestagsverwaltung beim CSD mitzugehen. Im Bayerischen Landtag ist das kein Problem! Ihr geht es nicht um Neutralität, sondern um Unsichtbarkeit. Bei Merz zeigt das, was er davon hält: nämlich nichts. Ich sehe das eher so, das sind aus meiner Sicht kalkulierte Ausreißer, um die rechte Zielgruppe an sich zu binden. Also diejenigen, die dieses ganze „Vielfaltgedöns“ nicht sehen wollen. Die hätten wahrscheinlich am liebsten, dass die queeren Menschen sich wieder in dunklen Ecken treffen und nicht mehr sichtbar sind. Es ist ein Ausdruck der Geringschätzung für diejenigen, die für queere Rechte einstehen.</p>
<p><strong>Was erwartest oder was erhoffst Du von dieser Koalition, die ja jetzt keine große mehr ist?</strong></p>
<p>Arnulf: Von der aktuellen Regierungskoalition erwarten wir nicht viel. Vielleicht wird das Abstammungsrecht, also der Teil der nach acht Jahren immer noch fehlt, endlich ergänzt. Die neue Justizministerin Hubig ist ja eine SPD-Frau.<br />
Bei Artikel 3, Abs. 3 GG gibt es ja die Bundesratsinitiative aus Berlin. Abzuwarten ist, ob es dort eine Mehrheit dafür gibt.<br />
Wenn das durchkommt, muss sich der Bundestag anschließend damit beschäftigen, und dann gibt es wenigstens eine Debatte. Diese ist auch bitter nötig, und es gibt ja auch CDU-Mitglieder, die das durchaus auch positiv sehen, Wie viele das sind, wird sich zeigen.<br />
<strong><br />
Wie schätzt Du aktuell den gesellschaftlichen Klimaumschwung ein? </strong></p>
<p>Frank: Ich würde es noch Klimaveränderungen nennen, Umschwung ist mir doch noch ein bisschen viel. Also Klimaveränderung, die gibt es ja eindeutig. Frau Klöckner, Herr Merz s.o. Wir haben es ja hier in Köln-Kalk gesehen mit einer katholischen Schuleröffnung, wo die Kirche als Schulbetreiber keine Regenbogensymbole haben wollte. Das hätte man sich vielleicht vor einem halben Jahr noch nicht getraut. Hier war Klöckner Vorbild für eine Gegenbewegung. Dazu kommt ein Bundeskanzler, der die Regenbogenfahne als Zeichen eines Zirkus sieht. Das gibt rechten Kräften Mut. Aktuell geht es uns nicht schlecht, aber wir müssen aufpassen, das Erreichte erhalten und trotzdem weiter für die Vielfalt einstehen. Wir müssen mehr miteinander, aber auch mit den anderen reden. Wir müssen klar machen, wenn jemand irgendeinen Spruch macht oder irgendeine Aktion macht, die eindeutig gegen uns gerichtet ist, dass wir nicht still sind. Wir müssen dort hingehen wo es weh tut und fragen: Was willst Du oder was willst Du nicht? Was meinst Du? Sprich mit mir, erkläre Dich! Der Mehrheit muss klargemacht werden, dass solche Sprüche und Aktionen Angst machen und auch die Demokratie für alle gefährden. Gemeinsam sind wir stark. Angst ist gut, wenn es brennt, dann läuft man weg. Sonst lähmt zu viel Angst, denn: „ Angst essen Seele auf“</p>
<p>Infos: https://nrw.lsvd.de/</p>
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