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	<title>Community &#8211; Fresh Magazin</title>
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	<description>Das Queer-Magazin für NRW</description>
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	<title>Community &#8211; Fresh Magazin</title>
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		<title>Horst Schlämmer ist jetzt ein &#8222;bischen selber homosexuell&#8220;</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Mar 2026 17:07:36 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Interview mit einem geläuterten Horst Schlämmer dd. Anlässlich seines neuen Films „Horst Schlämmer sucht das Glück” stellte sich Hape Kerkeling als Horst Schlämmer beim großen Premieren-Empfang in der Essener Lichtburg Mitte März u.a. Fragen der FRESH. Wir wollten u.a. wissen, inwieweit sich die Rolle des Horst Schlämmer in den Jahren geändert hat, insbesondere bei queeren [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Interview mit einem geläuterten Horst Schlämmer </strong></p>
<p>dd. Anlässlich seines neuen Films „Horst Schlämmer sucht das Glück” stellte sich Hape Kerkeling als Horst Schlämmer beim großen Premieren-Empfang in der Essener Lichtburg Mitte März u.a. Fragen der FRESH. Wir wollten u.a. wissen, inwieweit sich die Rolle des Horst Schlämmer in den Jahren geändert hat, insbesondere bei queeren Themen. Im neuen Film ist er immerhin schon am Kiffen und hat nach dem Besuch eines Domina-Studios kaum noch „Rücken”&#8230; Zur Begrüßung sagte er von sich aus zu Reporter Dietrich Dettmann: „Die FRESH kenne ich doch irgendwie, bist du da etwa immer noch?” . Na das konnte ja heiter werden &#8230;</p>
<p><strong>Lieber Horst, es gibt ja auch eine Menge schwule Fans, die Dich mögen. Wie gefällt Dir das eigentlich?</strong> </p>
<p>Also ich freue mich darüber. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich bin jetzt auch ein bisschen selber homosexuell geworden. Aber ich sage es immer so: Ich bin primär. Ich freue mich darüber. Weisse Bescheid. Ich finde, wir leben in einer Welt, die offen sein muss, die klar sein muss. </p>
<p><strong>Also hat der Horst sich da auch verändert und ist offener und toleranter geworden?</strong> </p>
<p>Ja genau, ich habe mich da verändert. Du wirst es im Film sehen. Ich hatte etwas, ich nenne es mal eine Erfahrung. Ein Abenteuer, genau. Naja, ich bin jetzt nicht durchweg bi, aber. schaun wir mal &#8230;</p>
<p><strong>Stichwort die Szene im Film dazu: `Wo ist meine Unterhose´, wo Du neben einer Frau und einem Mann aufwachst &#8230;</strong></p>
<p>Hast du das schon gesehen im Film? Stimmt, die Szene ist ja schon im Promofilm drin. Ja, aber wie gesagt, ich bin nicht richtig schwul, ich war nur lückenlos betrunken. Aber ehrlich Freunde, doch doch, ich bin jetzt offener geworden.</p>
<p><strong>Hast Du denn schon mal heimlich gegendert? </strong></p>
<p>Was ist denn das? Ist das, wenn man was nimmt? Ich sehe schon mal ein paar Gendersternchen am Himmel, wenn der Doornkaat alle ist. Das sieht dann recht hübsch aus. Also aus der Ferne betrachtet&#8230;</p>
<p><strong>Du suchst in dem Film ja das Glück. Und als Single suchst Du ja auch eine Frau. Im Film gerätst Du überraschend an eine Domina, aber wie wäre es eigentlich für Dich mit Uschi Blum vom Schlagerparadies Dormagen, kennst Du die? Eine klasse Frau. Aber ich glaube,  die ist trans*, würde Dich das stören?</strong></p>
<p>Die ist doch nicht trans, Schätzelein. Die ist eine Frau durch und durch, das ist fast schon zu viel Frau für mich. Naja, ich bin mir nicht ganz sicher. Aber egal, ja die wäre was für mich. Ich würde mich da einfach überraschen lassen. Im Alter darf man nicht so wählerisch sein&#8230;</p>
<p><strong>Im Film suchst Du ja das Glück in ganz Deutschland. Was sagst Du zu den Verhältnissen hier im Land? Probleme haben wir ja wirklich genug &#8230;</strong></p>
<p>Allerdings. Grundsätzlich gilt, man muss sich Deuschland einfach schön saufen. Aber, auch wenn man es sich nicht schön säuft, das ist eines der schönsten Länder auf diesem Planeten. Also wenigstens im Westen. Und wir tun alles, dass die Dinge besser werden. Zum Beispiel mit einem Lächeln im Gesicht, weisse Bescheid.</p>
<p><em>„Horst Schlämmer sucht das Glück”,<br />
ab 26. März im Kino.</em></p>
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		<title>„Wir fordern eine kontinuierliche, dynamische Erhöhung der Fördermittel”</title>
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		<pubDate>Tue, 10 Mar 2026 12:26:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Jan Bockemühl, neu in Vorstand des Queeren Netzwerks NRW, im FRESH-Interview dd. Jan Bockemühl ist ein engagierter Vertreter für LSBTIQ*-Rechte, der seit November 2025 dem Vorstand des Queeren Netzwerks NRW e.V. (QNW) angehört. Er leitet hauptamtlich die Geschäftsstelle der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. und setzt sich somit aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation älterer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Jan Bockemühl, neu in Vorstand des Queeren Netzwerks NRW, im FRESH-Interview </strong></p>
<p>dd. Jan Bockemühl ist ein engagierter Vertreter für LSBTIQ*-Rechte, der seit November 2025 dem Vorstand des Queeren Netzwerks NRW e.V. (QNW) angehört. Er leitet hauptamtlich die Geschäftsstelle der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. und setzt sich somit aktiv für die Verbesserung der Lebenssituation älterer queerer Menschen ein. FRESH sprach mit ihm über sein neues Amt.</p>
<p><strong>Warum bzw. mit welchem Ziel hast Du Dich für den Vorstand im QNW beworben?</strong></p>
<p>Etwas mehr als drei Jahre lang war die Geschäftsstelle der Bundesinteressenvertretung schwuler Senioren (BISS) e.V. in den Räumlichkeiten des Queeren Netzwerks NRW ansässig. In dieser Zeit arbeitete ich täglich Tür an Tür mit den Kolleg*innen der verschiedenen Fachstellen zusammen. Dieser Austausch ermöglichte mir Einblicke in ihre Arbeit und schuf eine tiefere Verbundenheit zum Verein.<br />
Als Vorstandsmitglied möchte ich dazu beitragen, die fachliche Arbeit des Queeren Netzwerks NRW langfristig abzusichern, strategisch voranzubringen und nachhaltig zu stärken.</p>
<p><strong>Welche Themen möchtest Du als Vorstand im QNW voranbringen?</strong></p>
<p>Ein zentrales Anliegen ist die Reaktivierung und Neugestaltung landesweiter Maßnahmen der LSBTIQ*-Altersarbeit. Der demografische Wandel betrifft auch die queere Community: Die Gruppe der älteren und hochaltrigen Menschen wächst stetig. Seit dem Wegfall der Landeskoordination LST* in der offenen Senior*innenarbeit in NRW besteht hier eine fachliche und politische Lücke, die wir schließen müssen.<br />
Zudem möchte ich die Vereinsarbeit dort, wo es sinnvoll ist, generations- und gruppenübergreifend gestalten. Wir müssen innerhalb der Communities dringend über bestehende Altersbilder sowie das Miteinander von jüngeren und älteren Menschen sprechen.</p>
<p><strong>Was forderst Du für die Umsetzung dieser Ziele konkret von der Politik?</strong></p>
<p>Zunächst streben wir einen direkten fachlichen Austausch mit dem Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, an. Hallo, Herr Laumann!<br />
Kurz und knapp fordere ich: eine gesicherte Finanzierung.<br />
Benötigt werden Mittel für eine zielgruppenspezifische Facharbeit, welche die Lebenssituation älterer LSBTIQ* verbessert, ihre Selbstvertretungskompetenzen fördert und die Öffnung von Regelstrukturen in der Altersarbeit ermöglicht. Dabei darf der Fokus nicht nur auf den Metropolen liegen, sondern muss die gesamte Fläche Nordrhein-Westfalens abdecken.<br />
Die politische Erwartung, dass sich Regelstrukturen ohne externe Impulse und Fachinformationen sensibilisieren, ist unrealistisch – insbesondere, wenn keine fachliche Instanz innerhalb der Community existiert, die informiert, vernetzt und koordiniert.<br />
<strong><br />
Habt Ihr als QNW Forderungen an die Ministerin Verena Schäffer, bzw. welche Erwartungen stellt Ihr an sie?</strong></p>
<p>Zunächst herzlichen Glückwunsch zur Ernennung, Frau Schäffer. Wir wünschen Ihnen viel Tatkraft für die anstehenden Aufgaben.<br />
Bei uns liegen Erwartungen und Forderungen eng beieinander: Mit großer Anstrengung konnte in den letzten zwei Jahren die Arbeit unserer Fachstellen gerettet und das Förderniveau von vor den Kürzungen im Jahr 2024 größtenteils wiederhergestellt werden. Wir erwarten, dass diese Sicherheit für 2027 und die Folgejahre mindestens bestehen bleibt. Angesichts von Kosten- und Gehaltssteigerungen, der wachsenden Nachfrage nach Unterstützung und einer zunehmenden Queerfeindlichkeit fordern wir eine kontinuierliche, dynamische Erhöhung aller Fördermittel. Nur so lässt sich die Qualität unserer Facharbeit aufrechterhalten.<br />
An die Landesregierung und die Verwaltung appelliere ich: Seien Sie sich der historischen Verantwortung bewusst, die die Politik seit 1945 gegenüber LSBTIQ* trägt. Die Folgen jahrzehntelanger Verfolgung, Diskriminierung und Stigmatisierung lassen sich nicht kurzfristig auflösen.<br />
Überlegungen, die Facharbeit des Queeren Netzwerks NRW verstärkt über Spenden zu finanzieren – analog zu US-amerikanischen Modellen –, halte ich für verfehlt. In Deutschland herrscht eine andere Spendenkultur. Wer, wenn nicht die Selbstorganisationen der Zivilgesellschaft, ist näher an den alltäglichen Bedarfen der Bevölkerung? Vereine und Ehrenamt leisten hier Arbeit, die eigentlich staatliche Aufgabe wäre. Daher muss der Staat diesen im Vergleich zum Gesamthaushalt geringen Unterstützungsbeitrag leisten.</p>
<p><strong>Wie hilft Dir Deine Erfahrung aus der BISS, Deine Vorstandsrolle auszufüllen?</strong></p>
<p>Ich greife dabei unmittelbar auf mein fundiertes Fachwissen in der Verbands- und Senior*innenarbeit zurück.</p>
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		<title>&#8222;Kürzungen bleiben Kürzungen&#8220;: Frank Müller, Queer-Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion NRW im FRESH-Interview</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 00:22:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. In der Dezemberausgabe der FRESH wurde über die geplanten Landesmittel für queere Projekte im Jahr 2026 berichtet. Dort erklärte die queerpolitische Sprecherin der Grünen, es gebe diesmal keine Kürzungen; an einigen Stellen würden die Mittel sogar erhöht. Frank Müller, Queer-Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion NRW, zeigt sich über diese Darstellung irritiert und spricht im FRESH-Interview von [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. In der Dezemberausgabe der FRESH wurde über die geplanten Landesmittel für queere Projekte im Jahr 2026 berichtet. Dort erklärte die queerpolitische Sprecherin der Grünen, es gebe diesmal keine Kürzungen; an einigen Stellen würden die Mittel sogar erhöht. Frank Müller, Queer-Beauftragter der SPD-Landtagsfraktion NRW, zeigt sich über diese Darstellung irritiert und spricht im FRESH-Interview von „grüner Schönmalerei“.</p>
<p><strong>Frank, Du wirfst den Grünen „Schönmalerei“ bei der Darstellung der Landesmittel für queere Projekte 2026 vor. Was genau meinst Du damit?</strong></p>
<p>Nach den massiven Kürzungen im vergangenen Jahr für 2025 – zu Lasten der Aidshilfen, von „MehrAlsQueer“ und durch die Abwicklung der Landesfachstelle für queere Senior*innenarbeit bei Rubicon – feiert sich die schwarz-grüne Koalition nun dafür, dass der Kahlschlag nicht weitergeht. Die genannte Erhöhung der Zuschüsse im LSBTIQ-Bereich bedeutet jedoch lediglich eine Rückkehr zum Stand von 2024. Inflationsbereinigt bleibt unter dem Strich ein deutliches Minus. Stillstand bedeutet Rückschritt.</p>
<p><strong>Das Niveau von 2024 ist zwar wiederhergestellt, aber es wurden ja auch Projekte wie bei der Aidshilfe Essen gestrichen, oder?</strong></p>
<p>Genau, die Folgen der Kürzungen in den letzten Monaten sind spürbar und eben nicht rückgängig gemacht worden: Die Fachstelle für queere Senior*innenarbeit bleibt geschlossen, zahlreiche Projekte der örtlichen Aidshilfen, wie in Essen, mussten eingestellt werden. Diese Strukturen sind verloren. Dass sich die Grünen dafür jetzt feiern, ist zynisch – gerade, weil sie die besondere Bedeutung dieser Angebote kannten. Für Selbstlob besteht also keinerlei Anlass.</p>
<p><strong>Was forderst Du mit Blick auf die kommenden Haushaltsjahre?</strong></p>
<p>Queerpolitik braucht Planungssicherheit und keine jährlichen Ausschläge nach Kassenlage. Wenn die Koalition auf neue Spielräume durch die Steuerschätzung verweist und damit die bloße Wiederherstellung des 2024er-Ansatzes begründet, stellt sich doch die Frage: Was passiert bei der nächsten finanziellen Delle im Landeshaushalt? Drohen dann erneut Kürzungen – und gelten sie dann wieder als unvermeidbar? Verlässlichkeit sieht anders aus.</p>
<p><strong>Stichwort Queerpolitik in NRW: Wie ist Deine Perspektive auf die schwarz-grüne Koalition und auf das neue Landesantidiskriminierungsgesetz?</strong></p>
<p>Das Landesantidiskriminierungsgesetz ist noch in der Entstehung, es liegt bislang nur als erster Entwurf vor und ist noch nicht als fertiger Gesetzentwurf im Landtag angekommen. Von daher bin ich auf die Einbringung des Gesetzentwurfes gespannt. Stand jetzt, also auf Basis des Referentenentwurfs, soll es zumindest in einigen Bereichen Fortschritte bringen. Daher hoffe ich, dass die Landesregierung gerade vor dem Hintergrund steigender Diskriminierungserfahrungen für viele Gruppen und gerade auch queere Menschen die Chance für wirkliche Verbesserungen ergreift und keinen Papiertiger abliefert. Wir als SPD werden das Gesetzgebungsverfahren konstruktiv begleiten.<br />
Insgesamt fällt mein Fazit zur Queerpolitik dieser Landesregierung gemischt aus. Wenige Fortschritte, vieles halbherzig, ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück. Große gesellschaftspolitische Würfe im Sinne der queeren Community sieht man einfach zu wenig. Auch die Umsetzung der Ergebnisse der Lebenslagenstudie in praktisches Handeln kommt viel zu langsam voran. Auch wenn man die Datenbasis der Studie kritisieren kann, so werden ja viele konkrete Fragen und Problemlagen aufgeworfen. Hier erwarten wir alle mehr Entschlossenheit.</p>
<p><strong>Wie beurteilst Du die Chancen im Bund, mit dieser Regierung den Artikel 3 des Grundgesetztes zugunsten von uns zu ergänzen?</strong></p>
<p>Das Problem liegt hier bekanntlich nicht bei SPD, Grünen oder Linken. Wir als SPD hatten das auch im Wahlprogramm, und es bleibt unsere Position. Leider haben sich die Vorzeichen mit dem Regierungswechsel im Bund verschlechtert. Ich sehe daher noch einen weiten Weg zur parlamentarischen Zweidrittel-Mehrheit für die notwendige Verfassungsänderung, wenn man sich den aktuellen Bundestag anschaut. Optimistisch stimmt die Initiative im Bundesrat von mehreren Bundesländern, mit der ein Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes auf den Weg gebracht wurde. Ich weiß auch von vielen Kolleg*innen aus der CDU, dass sie das gern unterstützen würden. Insofern wäre auch zu überlegen, die Abstimmung im Bundestag freizugeben. Ähnlich wie seinerzeit bei der Öffnung der Ehe.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>NRW: Auf zur CSD-Saison 2026!</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Jan 2026 00:05:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. Für die CSD-Saison 2026 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schon 40 CSDs in NRW haben ihre Terminplanungen bekannt gegeben und stehen in den Startlöchern. Das ist Rekord. Gerade in den kleineren Städten entstehen immer mehr viele kleine neue bunte Events, wie in Erkrath (27.6.26). Bei den größeren CSDs in NRW bewegt sich auch etwas: [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. Für die CSD-Saison 2026 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Schon 40 CSDs in NRW haben ihre Terminplanungen bekannt gegeben und stehen in den Startlöchern. Das ist Rekord.<br />
Gerade in den kleineren Städten entstehen immer mehr viele kleine neue bunte Events, wie in Erkrath (27.6.26). Bei den größeren CSDs in NRW bewegt sich auch etwas: Der RuhrPride<br />
in Essen wandert von seinem „Stammplatz” vom 1. Samstag im August auf den zweiten Samstag (8.8.26). Es ist das größte queere Straßenfest im Ruhrgebiet (Foto).</p>
<p>2025 kamen in der letzten Saison 38 CSDS in kleinen und großen NRW-Städten zum Feiern. Leider gab es aber auch Rückschläge im letzten Jahr. Der Mindener CSD-Organisator Roland Henß war überraschend im Juli kurz vor „seinem” CSD gestorben. Der Gelsenkrchener CSD musste abgesagt werden, weil die Gefahrenlage rechter Anschläge zu hoch war. Während beim CSD in Düsseldorf der Hochsommer seine heißesten Tage präsentierte, regnete es beim größten Event, dem ColognePride in Köln bei der endlosen Demonstration leider den ganzen Tag. Bleibt zu hoffen, dass die neue CSD-Saison 2026 noch besser wird als die letzte. Sobald es Neuigkeiten gibt, werden wir berichten. Hier die Termine:</p>
<p><strong>CSDs in NRW 2026</strong></p>
<p>16.05.26 CSD Gelsenkirchen</p>
<p>16.05.26 CSD Euskirchen</p>
<p>06.06.26 CSD Kreis Heinsberg</p>
<p>06.06.26 CSD Herne</p>
<p>06.06.26 CSD Paderborn</p>
<p>13.06.26 CSD Bielefeld</p>
<p>04.-07.06.26 CSD Düsseldorf</p>
<p>13.06.26 CSD Recklinghausen</p>
<p>20.06.26 CSD Bochum</p>
<p>21.06.26 CSD Leverkusen</p>
<p>27.06.26 CSD Erkrath</p>
<p>27.06.26 CSD Düren</p>
<p>27. 06.26 CSD Soest</p>
<p>03.-05.07.26 CSD ColognePride Köln</p>
<p>11.07.26 CSD LIppe</p>
<p>11.07.26 CSD Langenfeld</p>
<p>12.07.26 CSD Olpe</p>
<p>18.07.26 CSD Bonn</p>
<p>18.07.26 CSD Mönchengladbach</p>
<p>18.07.26 CSD Haltern am See</p>
<p>25.07.26 CSD Duisburg</p>
<p>25.07.26 CSD Siegen</p>
<p>25.07.26 CSD Solingen Klingenpride</p>
<p>01.08.26 CSD Bonn 2</p>
<p>08.08.26 CSD RuhrPride Essen</p>
<p>15.08.26 CSD Krefeld</p>
<p>22.08.26 CSD Bocholt</p>
<p>22.08.26 CSD Arnsberg</p>
<p>22.08.26 CSD Aachen</p>
<p>22.08.26 CSD Lüdenscheid</p>
<p>29.08.26 CSD Münster</p>
<p>29.08.26 CSD Brühl</p>
<p>05.09.26 CSD Dortmund</p>
<p>12.09.26 CSD Wuppertal</p>
<p>12.09.26 CSD Ratingen</p>
<p>19.09.26 CSD Remscheid</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„#MehrAlsQueer ist die Zukunft“</title>
		<link>https://www.fresh-magazin.de/4217-2</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Sep 2025 11:42:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Top Story]]></category>
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					<description><![CDATA[dp. Lilith Raza ist eine queere trans*-Aktivistin aus der Islamischen Republik Pakistan, die seit 2012 in Deutschland lebt. Sie setzt sich für die Rechte von LSBTI*-Geflüchteten ein und vertritt die Transgender-Community in Workshops und Konferenzen zum Thema LSBT*IQ in Deutschland und ist im Vorstand des Queeren Netzwerks NRW: Mit FRESH sprach sie über die Projekt-Fachstelle [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dp. Lilith Raza ist eine queere trans*-Aktivistin aus der Islamischen Republik Pakistan, die seit 2012 in Deutschland lebt. Sie setzt sich für die Rechte von LSBTI*-Geflüchteten ein und vertritt die Transgender-Community in Workshops und Konferenzen zum Thema LSBT*IQ in Deutschland und ist im Vorstand des Queeren Netzwerks NRW: Mit FRESH sprach sie über die Projekt-Fachstelle #MehralsQueer, die die NRW-Haushaltskürzungen nur durch viele Protestaktionen überlebt hat.</p>
<p><strong>Lilith, Ihr habt im letzten Jahr sichtbar für die Fortsetzung von #MehrAlsQueer gekämpft. Wie ist der Stand?</strong></p>
<p>Wir wissen endlich, dass die Fachstelle ihre wichtige Arbeit mit und für queere BI_PoC fortsetzen kann. Das ist eine unglaublich gute Nachricht und hat vor allem mich persönlich sehr gefreut. Wir brauchen mehr intersektionale Projekte in NRW, nicht weniger. #MehrAlsQueer ist ein Zukunftsprojekt!</p>
<p><strong>Also ein großer Erfolg?</strong></p>
<p>Es ist ein Erfolg, der aber nicht als solcher bezeichnet werden sollte. Die Arbeit von #MehrAlsQueer ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Wir können immer über neue Projekt-Schwerpunkte sprechen und manchmal müssen auch Kürzungen verkraftet werden. Aber das ganze Projekt zu streichen, war inhaltlich einfach nur falsch. Wir sind froh, dass das korrigiert wurde.</p>
<p>Für mich ist es ganz wichtig, hier einmal klar Danke zu sagen an die großartigen Communities und Gruppen von queeren BI_PoC in ganz NRW. Eure Sichtbarkeit, euer Protest und die ehrliche Empörung gegen die Streichung von #MAQ haben Wirkung gezeigt. Das gilt selbstverständlich auch für die Kolleg*innen der Fachstelle. Das war großartig und macht mir Mut.</p>
<p>#MAQ ist eine einzigartige Anlaufstelle für Themen von queeren BI_PoC und macht ihre spezifischen Diskriminierungen und Bedarfe sichtbar. Ohne #MAQ bleibt es unsichtbar und das ist schlimm, weil es Diskriminierung nicht abbaut, sondern verstärkt. Die Fachstelle leistet zudem Sensibilisierung für Strukturen der Integrationsarbeit und Workshops in queeren Communities. Es ist ein unverzichtbarer Baustein, damit sich Menschen wie ich in NRW Zuhause fühlen können.</p>
<p><strong>Das klingt, als wäre Diskriminierung auch in queeren Communities ein Thema für Dich?</strong></p>
<p>Ja klar. Natürlich erlebe ich in queeren Communities auch Diskriminierung. Und das ist oft noch viel schwerer zu ertragen als in der Mehrheitsgesellschaft, weil queere Orte eigentlich immer auch Sicherheit und Empowerment bedeuten. Für mich sind sie das aber nicht immer. #MehrAlsQueer hat ja genau hier angesetzt. Einerseits wurde Empowerment angeboten, um BI_PoC auch gegen den Rassismus und queere Communities zu stärken. Viele können sich das nicht vorstellen, aber das macht einen Unterschied. Andererseits wird Sensibilisierung angeboten, um queersensible Orte auch zu rassismussensiblen Orten zu machen. Beides ist unverzichtbar – gerade auch in Zeiten, in denen beides gesamtgesellschaftlich zunimmt: Queerfeindlichkeit und Rassismus.</p>
<p><strong>Ist #MAQ insofern auch eine Maßnahme gegen rechten Hass?</strong></p>
<p>Natürlich. Der rechtspopulistische Erfolg beruht ja auch auf Fake News und Unwahrheiten, nicht nur, aber auch über Queers und über People of Color. Das hat mich an den Kürzungen im queeren, aber auch im Integrationsbereich so schockiert. Wir brauchen doch gerade jetzt mehr Sichtbarkeit, Teilhabe, Vielfalt und Aufklärung für unsere Demokratie, weil uns das wehrhaft macht. Immer öfter und bedrohlicher hinterfragen Rechtspopulist:innen unsere Gleichheit und Selbstbestimmung – und als Reaktion kürzen demokratische Parteien unsere demokratiefördernden Projekte? Das ist doch absurd!</p>
<p><strong>Wie geht es bei #MehrAlsQueer nun weiter?</strong></p>
<p>Wir nutzen die Energie gegen die Streichung und machen entschlossen weiter, um die Communities von #MAQ zu stärken und zu empowern. Für dieses Jahr haben wir zwei Schwerpunkte: Einerseits die Sensibilisierungen im Bereich Integration und dann vor allem das Empowerment von queeren BI_PoC. Gerade auf dieses Empowerment freue ich mich sehr, weil es in den Zeiten von öffentlichem Hass immer wichtiger wird.</p>
<p>Hier setzen wir auch auf die in Kürze startende Meldestelle Queerfeindlichkeit. Ich vermute leider, dass viele gemeldete Erfahrungen insbesondere eine Mehrfachdiskriminierung betreffen werden – und damit auch eine Schnittstelle, die #MAQ betrifft. Auch deshalb: Gut, dass #MehrAlsQueer weitergeht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><strong>Mehr als Queer</strong><br />
Die landesweite Fachstelle #MehrAlsQueer (#MAQ) stellt Informationen zur Verfügung und bietet Beratung an – zum Beispiel zu den Themen sexueller und geschlechtlicher Vielfalt im Kontext von Rassismus-Erfahrungen, Migration, Religion und Flucht in NRW. Aus einer intersektionalen Perspektive sensibilisieren sie für die Situation von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transgeschlechtlichen, intergeschlechtlichen, asexuellen und queeren (LSBTIAQ*) Menschen, die Mehrfachdiskriminierung erleben. Sie vernetzt haupt- und ehrenamtliche Fachkräfte, Teams und Organisationen aus der LSBTIAQ*-Selbsthilfe, migrantische Selbst-organisationen, Integrationsagenturen oder Einrichtungen der Sozialen Arbeit. Zu den Arbeitsbereichen gehört auch die Ausgestaltung von Workshops, Vorträgen und anderen Bildungsveranstaltungen zu Themen wie LSBTIAQ* und Rassismus. Das zentrale Ziel ist das Empowerment von queeren BPoC (Black People und People of Color) und Menschen mit Migrations- und Fluchterfahrung. Insbesondere fokussiert sich #MAQ auf die Stärkung von Selbstorganisation und eigenen Strukturen in NRW. #MAQ gibt es seit Anfang 2019 und wird gefördert vom Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Inte-gration des Landes Nordrhein-Westfalen.</li>
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		<title>Perfekter Start beim neuen queeren Zentrum und dem CSD Mülheim</title>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2025 12:32:25 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
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					<description><![CDATA[dp. Der CSD in Mülheim und die Eröffnung des together Jugendzentrums am Hans-Böckler-Platz sowie mit der Einweihung des „Regenbogenplatzes“ durch Bezirksbürgermeister Edgar Simon waren voller Erfolg. Das ganze Wochenende des 8./9./10. August wurde unter dem Motto „Mülheim an der Ruhr will Vielfalt sehen” gefeiert. Ehrengast war u.a. NRW-Familien-Ministerin Josefine Paul (Grüne), die beindruckt war und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dp. Der CSD in Mülheim und die Eröffnung des together Jugendzentrums am Hans-Böckler-Platz sowie mit der Einweihung des „Regenbogenplatzes“ durch Bezirksbürgermeister Edgar Simon waren voller Erfolg. Das ganze Wochenende des 8./9./10. August wurde unter dem Motto „Mülheim an der Ruhr will Vielfalt sehen” gefeiert. Ehrengast war u.a. NRW-Familien-Ministerin Josefine Paul (Grüne), die beindruckt war und sagte: &#8222;Dies ist ein toller neuer Standort, mitten in der Stadt, und er bietet einfach nochmal mehr Möglichkeiten und Sichtbarkeit. Es zeigt nochmal wieviel Engagement von allen Seiten dahintersteckt. Natürlich in erster Linie vom Verein und von den Ehrenamtlichen, aber auch von der Stadt, und wir als Landesregierung freuen uns natürlich auch, ein kleines bischen unterstützen zu können&#8220;, so die Minsterin gegenüber FRESH auf der Eröffnungsfeier im Außenbereich des neuen Anlaufstelle am zentralen Hans-Böckler-Platz, wo auch die Regenbogenfahne zum ersten Mal gehisst wurde. Die zum CSD dazugehörige Demonstration zog mit Zwischenstationen durch die sonnige Innenstadt und konnte Flagge zeigen. Neben einem kleinen Straßenfest vor ein paar Jahren war dies der erste große CSD in Mühlheim. Außerdem gab es noch weitere erfolgreiche Events („Ein Abend mit Lilo Wanders) u.a. rund um das Eröffnungswochenende.</p>
<p>Foto der Eröffnungsgäste (v.l.n.r.): Thomas Steinbusch, Architekt der Einrichtung, Torsten Schrodt (Geschäftsführer des SVLS e.V. und together Jugendprojekte, NRW-Familien-Ministerin Josefine Paul, Felix Aulke (Imaxxam), Vertreter des Vermieters Cobax, Ulrike Bresa, OB Kandidatin Bündnis 90/Die Grünen, Lilo Wanders, Markus Püll, Bürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr, Antonius Peeters, Leitung Lebenslust.</p>
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		<title>Neue Impulse beim LSVD Nordrhein-Westfalen</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Aug 2025 16:04:24 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[„Angst essen Seele auf” Neue Impulse beim LSVD Nordrhein-Westfalen mt. Der LSVD+ NRW e.V. ist ein Bürgerrechtsverein mit dem Ziel rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung von Lesben, Schwulen, bisexuellen und pansexuellen Menschen, sowie von Menschen, die sich als trans* (transgender, transsexuell, transident), inter* (intersexuell, interident, intergeschlechtlich) und mehr (LSBTIQ) bezeichnen. Somit engagiert er sich für Akzeptanz [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Angst essen Seele auf”</strong></p>
<p>Neue Impulse beim LSVD Nordrhein-Westfalen</p>
<p>mt. Der LSVD+ NRW e.V. ist ein Bürgerrechtsverein mit dem Ziel rechtlicher und gesellschaftlicher Gleichstellung von Lesben, Schwulen, bisexuellen und pansexuellen Menschen, sowie von Menschen, die sich als trans* (transgender, transsexuell, transident), inter* (intersexuell, interident, intergeschlechtlich) und mehr (LSBTIQ) bezeichnen. Somit engagiert er sich für Akzeptanz von geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Diese Arbeit wird ehrenamtlich und ohne Förderung aus öffentlichen Mitteln geleistet. Auf der Mitgliederversammlung am 21.12.24 hat der Verband seinen Namen geändert. Beim CSD in Köln sprachen wir mit den Vorstandsmitgliedern Frank Bauer und Arnulf Sensenbrenner. Beide sind ehrenamtlich dort seit 2003 aktiv im Vorstand.</p>
<p><strong><strong>Ihr habt Euren Verband umbenannt. Was war der Anlass? </strong></strong></p>
<p>Arnulf: Wir haben unseren Verband nicht unbenannt, sondern den Namen erweitert. LSVD, das ist unsere Marke und die gibt man nicht auf. Es ist ja unserer Geschichte, denn das L und das S, also die Lesben und die Schwulen, haben diesen Verband gegründet, getragen und groß gemacht. Und im LSVD+, Verband Queere Vielfalt, wie wir ja jetzt heißen, steht das Plus für alles, was über L und S hinausgeht, für die ganze queere Community. Es dokumentiert nun auch nach außen, dass wir ja schon viele Jahre Arbeit für alle in der Queer-Community machen.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist Euch denn das L und das S noch in der Bezeichnung? </strong></p>
<p>Frank: Sehr wichtig! Wir haben auch deswegen den Namen beibehalten, weil wir es weiterhin für sehr wichtig halten, Lesben und Schwule sichtbar zu nennen. Es soll nicht der Eindruck erweckt werden, sie würden marginalisiert, weil jetzt alles nur noch queer ist. Die eigene Identität ist oft schwul oder lesbisch. So wird man von anderen wahrgenommen. Menschen werden als schwul oder lesbisch beschimpft und nicht als queer. Also müssen wir auch deutlich Position beziehen. Wir benutzen Queer auch als Oberbegriff für unsere ganze Vielfalt. In den meisten Fällen gibt es eine sehr ähnliche bis gleiche Diskriminierungserfahrung. </p>
<p><strong>Unsere Bundestagspräsidentin hat untersagt, dass am Reichstag die Regenbogenflagge gehisst wird, und der Bundeskanzler sagte, wir wären ja nicht im Zirkus. Was glaubst Du, was dahinter steckt? Ist das einfach nur so ein Spruch? </strong></p>
<p>Frank: Nein, beides ist kein Spruch. Frau Klöckner, als auch Herr Merz, ist nicht gerade als Unterstützer der Queer Community bekannt. Der Grund, warum sie das macht, ist unserer Meinung nach natürlich nicht, weil sie so furchtbar sachlich sein will, sondern dass ihr das schlichtweg zu weit geht. Noch schlimmer ist, dass sie den Mitarbeitenden der Bundestagsverwaltung verbietet, als Bundestagsverwaltung beim CSD mitzugehen. Im Bayerischen Landtag ist das kein Problem! Ihr geht es nicht um Neutralität, sondern um Unsichtbarkeit. Bei Merz zeigt das, was er davon hält: nämlich nichts. Ich sehe das eher so, das sind aus meiner Sicht kalkulierte Ausreißer, um die rechte Zielgruppe an sich zu binden. Also diejenigen, die dieses ganze „Vielfaltgedöns“ nicht sehen wollen. Die hätten wahrscheinlich am liebsten, dass die queeren Menschen sich wieder in dunklen Ecken treffen und nicht mehr sichtbar sind. Es ist ein Ausdruck der Geringschätzung für diejenigen, die für queere Rechte einstehen.</p>
<p><strong>Was erwartest oder was erhoffst Du von dieser Koalition, die ja jetzt keine große mehr ist?</strong></p>
<p>Arnulf: Von der aktuellen Regierungskoalition erwarten wir nicht viel. Vielleicht wird das Abstammungsrecht, also der Teil der nach acht Jahren immer noch fehlt, endlich ergänzt. Die neue Justizministerin Hubig ist ja eine SPD-Frau.<br />
Bei Artikel 3, Abs. 3 GG gibt es ja die Bundesratsinitiative aus Berlin. Abzuwarten ist, ob es dort eine Mehrheit dafür gibt.<br />
Wenn das durchkommt, muss sich der Bundestag anschließend damit beschäftigen, und dann gibt es wenigstens eine Debatte. Diese ist auch bitter nötig, und es gibt ja auch CDU-Mitglieder, die das durchaus auch positiv sehen, Wie viele das sind, wird sich zeigen.<br />
<strong><br />
Wie schätzt Du aktuell den gesellschaftlichen Klimaumschwung ein? </strong></p>
<p>Frank: Ich würde es noch Klimaveränderungen nennen, Umschwung ist mir doch noch ein bisschen viel. Also Klimaveränderung, die gibt es ja eindeutig. Frau Klöckner, Herr Merz s.o. Wir haben es ja hier in Köln-Kalk gesehen mit einer katholischen Schuleröffnung, wo die Kirche als Schulbetreiber keine Regenbogensymbole haben wollte. Das hätte man sich vielleicht vor einem halben Jahr noch nicht getraut. Hier war Klöckner Vorbild für eine Gegenbewegung. Dazu kommt ein Bundeskanzler, der die Regenbogenfahne als Zeichen eines Zirkus sieht. Das gibt rechten Kräften Mut. Aktuell geht es uns nicht schlecht, aber wir müssen aufpassen, das Erreichte erhalten und trotzdem weiter für die Vielfalt einstehen. Wir müssen mehr miteinander, aber auch mit den anderen reden. Wir müssen klar machen, wenn jemand irgendeinen Spruch macht oder irgendeine Aktion macht, die eindeutig gegen uns gerichtet ist, dass wir nicht still sind. Wir müssen dort hingehen wo es weh tut und fragen: Was willst Du oder was willst Du nicht? Was meinst Du? Sprich mit mir, erkläre Dich! Der Mehrheit muss klargemacht werden, dass solche Sprüche und Aktionen Angst machen und auch die Demokratie für alle gefährden. Gemeinsam sind wir stark. Angst ist gut, wenn es brennt, dann läuft man weg. Sonst lähmt zu viel Angst, denn: „ Angst essen Seele auf“</p>
<p>Infos: https://nrw.lsvd.de/</p>
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		<title>How deep is your (queer) love?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[u57388865]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Jul 2025 14:31:00 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[Firmen und der CSD: Erst Pinkwashing, jetzt Regenbogen-Fahnenflucht cs. Es wird bunt, regenbogenbunt. In den Schaufenstern großer Modeketten taucht Rainbow-Fashion auf, Adidas malt den Regenbogen auf seine Schuhe, Beim Discounter steht die Dose Nivea mit der Progressive Rainbow Flag auf dem Deckel im Regal. Lego bastelt für uns ein teures Regenbogen-Paket zusammen, ein internationales Versicherungsunternehmen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Firmen und der CSD: Erst Pinkwashing, jetzt Regenbogen-Fahnenflucht</strong></p>
<p>cs. Es wird bunt, regenbogenbunt. In den Schaufenstern großer Modeketten taucht Rainbow-Fashion auf, Adidas malt den Regenbogen auf seine Schuhe, Beim Discounter steht die Dose Nivea mit der Progressive Rainbow Flag auf dem Deckel im Regal. Lego bastelt für uns ein teures Regenbogen-Paket zusammen, ein internationales Versicherungsunternehmen lässt die Fenster seines Bürogebäudes sogar nachts in den sechs bekannten Farben erstrahlen. Was sind wir doch alle mit euch &#8211; der Community – so ganz dolle solidarisch! Dafür dürft ihr auch gern bei uns einkaufen. Deal?<br />
Die angesprochene Zielgruppe weiß, dass sich dahinter oft nur „Pinkwashing“ verbirgt. Eine Marketingstrategie, bei der Unternehmen oder Organisationen oberflächlich eine positive Haltung gegenüber der LGBTQ+-Community und ihren Themen einnehmen, um sich ein moderneres Image zu verschaffen.</p>
<p>Kritisiert wird die Scheinheiligkeit und die Nutzung von Symbolen der LGBTQ+-Bewegung, ohne tatsächlich für die Belange der Community einzustehen. Ist der CSD vorbei, werden die übrig gebliebenen Regenbogen-Artikel verramscht, die verkaufsankurbelnden Symbole verschwinden von den Verpackungen. Bis zum nächsten Jahr.</p>
<p>Doch auf Dauer kann Pinkwashing die LGBTQ+-Bewegung schwächen, da es eine Solidarität mit Unternehmen oder Organisationen suggeriert, die sich nicht wirklich für die Rechte der Community einsetzen. Ein echtes Engagement für die LGBTQ+-Community dagegen umfasst strukturelle Anpassungen und die Unterstützung von Menschen mit unterschiedlichen Geschlechteridentitäten und Sexualitäten.<br />
Will man erfahren, wie ernst es ein Unternehmen tatsächlich meint mit der Gleichberechtigung und was die Arbeitgeber für ihre queeren Angestellten tun, hilft ein Blick auf die Unternehmens-Websites. Finden sich dort<br />
Hinweise auf ein verbindliches Diversity-Programm oder gibt es organisierte queere Gruppen in der Firma, die sich treffen und öffentlich äußern dürfen? Gibt es Ansprechpartner für mögliche Opfer von Diskriminierung? Oder werden Diversity-Schulungen angeboten? All dies sind Indizien dafür, dass mehr Substanz und Ernsthaftigkeit dahintersteckt.</p>
<p>Die Organisationen der CSDs stecken in einer Zwickmühle. Denn die dahinterstehenden Vereine benötigen jeden Euro den sie kriegen können. Um die großen und teuren Events überhaupt stemmen zu können, wirbt man um Sponsoren und deren Gelder. Ob die Firmen hauptsächlich ihr Image aufpolieren wollen oder ob gesellschaftliches Engagement dahintersteckt, mag dann erstmal zweitrangig sein.<br />
Möglicherweise kommt auf die CSD-Veranstalter aber noch ein ganz anderes Problem zu: Die Fahnenflucht. In den USA werden die Rechte queerer Menschen beschnitten und Förderprogramme gestrichen. In Ungarn will die Regierung CSD-Demos per Gesetz verbieten. Die Städte in Deutschland und die Länder schnüren wegen fehlender Einnahmen ihre sozialen Geldbeutel enger. So kamen vom Land NRW in diesem Jahr für jeden CSD nur 2.000 Euro an Zuschüssen. Eine Reduzierung um mehr als die Hälfte.</p>
<p>Der Trumpismus hat derweil beim Cologne Pride eingeschlagen. Von dort war zu hören, dass sich mehrere Unternehmen, die wirtschaftlich mit den USA verbunden sind, künftig zurückhalten wollen. Der Kölner Stadtanzeiger hat nach eigenen Recherchen bestätigt bekommen, dass man bei Ford das Engagement finanziell reduzieren wolle. Und das Vorgaben aus den USA dabei auch eine Rolle spielen. Die Deutsche Telekom bestätigte, dass deren Tochterunternehmen in den Staaten bereits Zusagen gegenüber den US-Behörden gemacht hat, Diversity-Programme aufgeben zu wollen. Man befinde sich in einem Spannungsfeld, hieß es aus Bonn.<br />
Sollte der Geldhahn tatsächlich in den kommenden Jahren weiter zugedreht werden, bedeutet dies aber nicht ein Ende der CSDs. Der politische Kampf wird immer wichtig bleiben, dessen Umsetzung wird nicht an weniger Geld scheitern oder durch Firmen, die sich wegducken, behindert werden.</p>
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		<title>&#8222;Ich bin zuversichtlich&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[u57388865]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jun 2025 10:45:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
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					<description><![CDATA[dd. Die neue Queerbeauftragte der Bundesregierung heißt Sophie Koch (Foto). Als Beauftragte für Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ist sie die Nachfolgerin von Sven Lehmann (Grüne). Sophie ist SPD-Landtagsabgeordnete aus Sachsen und war Ende Mai vom Bundeskabinett berufen worden. Ihr Amt ist angegliedert an das von Ministerin Karin Prien (CDU) geführte Bildungs- und Familienministerium. Sie [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>dd. Die neue Queerbeauftragte der Bundesregierung heißt Sophie Koch (Foto). Als Beauftragte für Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt ist sie die Nachfolgerin von Sven Lehmann (Grüne). Sophie ist SPD-Landtagsabgeordnete aus Sachsen und war Ende Mai vom Bundeskabinett berufen worden. Ihr Amt ist angegliedert an das von Ministerin Karin Prien (CDU) geführte Bildungs- und Familienministerium. Sie gab FRESH ein aktuelles Interview über ihre Pläne und die aktuelle politische Lage für queere Menschen in Deutschland.</p>
<p><strong>Liebe Sophie, du hast gesagt, das du kein Feigenblatt sein willst und Dich für die, unter der Ampelregierung nicht mehr realisierten Projekte, einsetzen wirst. Welche Projekte sind es denn, die Du angehen möchtest?</strong></p>
<p>Zunächst möchte ich vor allem in meinem neuen Amt ankommen. Dazu gehört für mich, mit Verbänden und Initiativen zu sprechen, damit wir ein Gefühl füreinander bekommen. Mindestens genauso wichtig ist mir allerdings, die Ministerinen und Minister kennenzulernen. Für meine Arbeit in den nächsten Jahren ist es unerlässlich, eine gute und vertrauensvolle Beziehung zu meinen Kolleginnen und Kollegen zu entwickeln. Denn die Arbeit für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt funktioniert nur miteinander.<br />
Nach konkreten Vorhaben gefragt, kann ich mich nur wiederholen: Ich halte es für unerlässlich, dass wir endlich diese historische Schutzlücke in Artikel 3 Grundgesetz schließen. Queere Menschen wurden als eine von ganz wenigen Opfergruppen nach dem Nationalsozialismus nicht explizit geschützt, weil sie weiter als widernatürlich galten. Sie wurden bis in die neunziger Jahre mit dem § 175 staatlich verfolgt. Die Zeit ist also reif, dieses Kapitel abzuschließen und die Rechte auch von queeren Menschen endlich im Grundgesetz zu schützen. Daneben ist mir wichtig, das Abstammungsrecht so anzupassen, dass alle Kinder von Anfang an zwei Eltern haben. Wenn ein Kind in die Ehe von zwei Frauen oder trans Personen geboren wird, dann hat es dieses Recht aktuell nicht. Und wenn beispielsweise der einen Mutter etwas zustößt, dann ist das Kind rechtlich gesehen Vollwaise. Ich blicke in dieser Frage gespannt nach Karlsruhe, wo wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein Urteil zu dieser Diskriminierung gefällt wird.</p>
<p><strong>Das wird sicher nicht einfach dafür Mehrheiten zu finden. Du sprichst ja von großen Herausforderungen und das du Menschen an einen Tisch holen und mit aller Kraft versuchen wirst, Brücken für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt zu bauen. Wie bewertest du die Chancen dafür mit der CDU als Koalitionspartner? Gibt es da überhaupt Spielraum?</strong></p>
<p>Ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts muss umgesetzt werden. Da bin ich also optimistisch. Aber klar, die größere Frage stellen sich natürlich im Moment viele Menschen: Was wird aus dem in der letzten Wahlperiode gestarteten queerpolitischen Aufbruch? Ich möchte ganz ehrlich sein. Wir haben eine neue Regierung unter neuen Vorzeichen. Die Dinge laufen naturgemäß anders als in der letzten Wahlperiode. Queerpolitische Vorhaben werden einen anderen Stellenwert haben. Und wir werden sicher sehr viel weniger über laufende Verhandlungen oder Prozesse in der Öffentlichkeit sprechen. Also ja, es wird anders. Das einmal explizit zu betonen ist mir auch wichtig. Gleichzeitig gibt es bis heute rechtliche Benachteiligung queerer Menschen. Das Abstammungsrecht ist dafür ein Beispiel. Solche Benachteiligungen zu erkennen und abzuschaffen, ist natürlich auch für die neue Bundesregierung wichtig. Meine ersten Gespräche dazu liefen gut und vertrauensvoll. Ich bin also zuversichtlich.</p>
<p><strong>Erschreckend ist, das das Wort queer ja im Koalitionsvertrag nur zweimal vorkommt. Wie starkt bekommst du den Rückenwind von „deiner” </strong><br />
<strong>Ministerin Karin Prien (CDU)? Genau sie hat gerade vom „Schluss machen mit den woken Kram” gesprochen. Wie beurteilst du das?</strong></p>
<p>Ja, und sie hat gerade öffentlich deutlich gemacht, dass sie Gewalt gegen trans Frauen verurteilt. Karin Prien und ich hatten erste, gute Gespräche. Ich erlebe sie als kluge Kollegin, die sich ernsthafte Gedanken zu unserer Gesellschaft macht. Es ist ihr wichtig, das Verbindende zu suchen und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit entgegenzuwirken. Diesem Ansatz kann ich sehr viel abgewinnen: Queere Menschen stehen weltweit unter Druck. Ihre Rechte werden eingeschränkt, sie werden angegriffen. Verbal und zunehmend auch körperlich. Aber für die Feinde unserer liberalen Demokratie, ist das nur ein Bestandteil der Strategie. Auch andere Personengruppen werden verbal und körperlich angegriffen, bis irgendwann die Institutionen des Rechtsstaats an sich zur Debatte stehen. Um das also deutlich zu sagen: Wenn queere Menschen zum Ziel von Desinformationskampagnen werden, dann sind damit eigentlich wir als Gesellschaft und unsere liberale Demokratie insgesamt gemeint. Queere Menschen stehen nicht allein unter Druck, aber es stehen eben auch nicht nur queere Menschen unter Druck. Wenn wir also unsere Gesellschaft als solche schützen und stärken wollen, dann geht das nur gemeinsam. Dann müssen wir alle Vorurteile gegen andere Gruppen abbauen und uns wieder verstärkt aufeinander zubewegen. Ich persönlich war auch nicht immer die größte Freundin der CDU, damit verrate ich kein Geheimnis. Aber es war und ist mir immer wichtig, im direkten Gespräch den Menschen aufgeschlossen und respektvoll zu begegnen, mit denen ich spreche. Ich möchte die Menschen sehen, mit denen ich mich unterhalten. Deshalb kann ich mich nur wiederholen: Ich erlebe Karin Prien als kluge und verbindliche Kollegin und bin mir sicher, so werde ich auch einige weitere Kolleginnen und Kollegen von der Union kennenlernen. Und dass wir manchmal verbal ein wenig über das Ziel hinausschießen, sei dahingestellt. Am Ende sind wir alle nur Menschen.</p>
<p><strong>Wir haben es zuletzt erlebt, als der Begriff Geschlechtsidentität auf Druck der Union aus dem Gewalthilfegesetz gestrichen wurde. Viele haben auch Sorge, das das Selbstbestimmungsgesetzes (SBGG) abgeändert wird. Was ist an Rückschritten zu befürchten?</strong></p>
<p>Dazu kann und möchte ich keine Prognose abgeben. Im Koalitionsvertrag haben wir uns auf eine Teilevaluierung bis zum nächsten Jahr geeinigt. Die umfassende, gesetzlich verankerte Evaluierung wird bis 2029 folgen. Da möchte ich nicht vorgreifen.</p>
<p><strong>Du setzt dich u.a. für die Aufnahme der Rechte queerer Menschen im Artikel 3 des Grundgesetzes stark ein, weil man in Ländern in Ländern wie den USA sehen kann, wie schnell unsere Rechte auch wieder eingeschränkt werden können. Die CDU war in großen Teilen, insbesondere Bundeskanzler Friedrich Merz, gegen die Änderung des Grundgesetztes. Wie kann man das trotzdem erreichen?</strong></p>
<p>Wie gesagt, für mich ist die Zeit reif, diese historische Schutzlücke zu schließen. Dafür nehme ich auch aus der Union viel Zuspruch wahr &#8211; egal, ob in der Breite der Partei oder von Ministerpräsidenten. Ich werde deshalb in den nächsten Monaten sehr viele Gespräche führen und sehen, ob wir in dieser Sache weiterkommen. Ob diese Bemühungen am Ende erfolgreich sind, hängt wie alles in der Politik stark vom Momentum ab: Die letzte Bundesregierung ist mit großen Plänen angetreten. Dann kam der großflächige Angriffskrieg gegen die Ukraine und hat viele, auch innenpolitische Pläne über den Haufen geworfen. Andererseits haben wir 2017 eine Dynamik erlebt, die nach jahrzehntelangen gesellschaftlichen Debatten ganz plötzlich auch die rechtliche Eheöffnung möglich gemacht hat. Also mal sehen, wie sich das in den kommenden Jahren entwickelt.</p>
<p><strong>Die Grünen im Bundestag befürchten, das Du zum Feigenblatt für eine inhaltlich blanke Koalition werden könntest, und das das Amt der Queerbeauftragten keinen Nebenjob darstellen sollte, es brauche volle Aufmerksamkeit in einer bundespolitischen Verankerung und solllte keine halbe Sache sein. Was antwortest du ihnen darauf?</strong></p>
<p>Ich höre das immer wieder. Aber ehrlich gesagt kann ich das nur so halb nachvollziehen: Auch Sven Lehmann war schließlich nebenbei Bundestagsabgeordneter, Staatssekretär, und hat noch einen Wahlkreis betreut. Ob man seine Arbeit gut macht oder nicht, hängt also nicht zwangsläufig davon ab, wie viel Zeit man an einem Ort verbringt. Es hängt viel mehr davon ab, ob man politisch etwas erreicht. Ob die Gespräche, die ich führe, dazu beitragen, dass queere Menschen in diesem Land weniger rechtliche Benachteiligung erleben und wir als Gesellschaft wieder ein Stück zusammenwachsen. Für mich ist entscheidender, ob man am Ende sagt, dass ich in diesem Amt einen Unterschied gemacht habe. Das werden die Menschen in Zukunft beurteilen müssen.</p>
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		<title>ColognePride steigt beim Rainbowfestival aus</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Apr 2025 12:37:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Community]]></category>
		<category><![CDATA[FRESH-Info]]></category>
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					<description><![CDATA[ColognePride steigt beim Rainbowfestival aus „Village People”-Auftritt in der Kritik &#8211; Verträge nicht mehr kündbar dd. Es war geplant, dass der ColognePride e.V. als Kooperationspartner beim von der Pro-Event Entertainment GmbH und Markus Krampe Entertainment Group erstmals veranstalteten Megaevent „Rainbow Festival” in Köln am Fühlinger See in Erscheinung tritt. Doch eine der angekündigten Bands steht [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>ColognePride steigt beim </strong><strong>Rainbowfestival aus</strong></p>
<p><strong>„Village People”-Auftritt in der Kritik &#8211; Verträge nicht mehr kündbar</strong></p>
<p>dd. Es war geplant, dass der ColognePride e.V. als Kooperationspartner beim von der Pro-Event Entertainment GmbH und Markus Krampe Entertainment Group erstmals veranstalteten Megaevent „Rainbow Festival” in Köln am Fühlinger See in Erscheinung tritt. Doch eine der angekündigten Bands steht inzwischen in der Kritik. Die „Village People”. Sie traten bei der Amtseinführungsparty von Donald Trump auf – und wollen alle Medien verklagen, die ihren Hit „YMCA” als schwul bezeichnen. Verbände forderten die Veranstalter auf, die Band auzuladen. Da dies vertraglich nicht mehr möglich ist, entschied sich nun der Vorstand des Cologne-Pride e.V., der die Band-Absage ebenfalls forderte, die Kooperation in diesem Jahr pausieren zu lassen. Hugo Winkels erläutert im FRESH-Interview, warum.</p>
<p><strong>Hugo, was hat Euch dazu bewegt, die Kooperation mit dem Rainbowfestival für dieses Jahr zu kündigen?</strong></p>
<p>Der Veranstalter Markus Krampe hat bei der damaligen Buchung der „Village People” eine Band gebucht, die mit YMCA schon fast eine Art Hymne aus den 70ern für die LGBTIQA+-Community hat. Deshalb haben wir die Buchung damals auch sehr unterstützt. Dass die Band sich allerdings im Wahlkampf von Donald Trump so aktiv beteiligt und ihre über Jahrzehnte auch finanziell genutze Rolle in der LGBTIQA+-Community verleumdet hat, hat uns sehr erschreckt. Eine Band, die so viele Jahre ihre Rolle in der Community gelebt und auch genutzt hat und heutzutage all dieses verleumdet, hat auf dem Rainbow Festival nichts zu suchen. Das sieht im übrigen auch der Veranstalter Markus Krampe so. Leider war es aufgrund der rein vertraglichen Situation nicht möglich, diesen Auftritt zu stornieren und einfach abzusagen. Es wäre für den Veranstalter eine wirtschaftlich nicht tragbare Situation entstanden. Aus diesem Grund werden wir unsere Kooperation für das Rainbowfestival 2025 pausieren lassen und uns im Jahr 2026 als Kooperationspartner wieder an der Seite von Markus Krampe auf ein tolles Rainbowfestival 2026 freuen.</p>
<p><strong>Wo liegt die Hauptkritik an der heutige Formation von „Village People”? Stellt Ihr Euch hinter die Forderungen der Organisation „Queergestellt”?</strong></p>
<p>Da die heutige Formation nur noch aus einem Gründungsmitglied besteht, kann man sich nicht sicher sein, ob auch heutzutage noch die gleichen Bandwerte bestehen, wie es in früheren Zeiten war. Mit dem Aufkommen der Situationen rund um den Wahlkampf von Donald Trump, haben wir umgehend reagiert und das Gespräch mit dem Veranstalter des Rainbowfestivals gesucht. Gemeinsam hat er mit uns auch nach einer für alle Parteien guten Lösung der Situation gesucht. Leider kam von Seiten des Managements der Village People keinerlei Bereitschaft, über angedachte Lösungen auch nur nachzudenken. Unabhängig von den Forderungen aus der Community sind wir gemeinsam zu dem Entschluss gekommen, dass eine Pause bei dieser Kooperation wohl die beste Lösung ist.</p>
<p><strong>Was passiert im nächsten Jahr? Gibt es dann einen neuen Versuch der Zusammenarbeit?</strong></p>
<p>Die Zusammenarbeit im Rahmen des Rainbowfestivals 2026 ist geplant und aus heutiger Sicht spricht auch nichts dagegen. Selbstverständlich werden wir auch im nächsten Jahr Verhalten und Äußerungen geplanter Künstler beobachten, gehen aber im nächsten Jahr, wie auch in diesem Jahr, von einem bunten und stimmungsvollen Rainbowfestival aus.</p>
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